Vor 12 Uhr am 1. Juli: Die Welt ist noch in Ordnung in Hochstetten-Dhaun. Diesel 1,80⁹ €, E10 bei 1,85⁹ €. Ein kurzer Moment der Hoffnung – fast so etwas wie eine Erinnerung an den „Tankrabatt“, dieses sagenumwobene Wesen, das angeblich einmal Entlastung gebracht haben soll. Dann schlägt die Uhr 12. Und wie auf ein geheimes Kommando der Mineralölgesellschaften verwandelt sich die Diesel-Zapfsäule: 2,12⁹ € und E10 2,16⁹ €. Preisrealität. Keine Diskussion, keine Gnade – nur Marktmechanik in ihrer poetischsten Form. Der Tankrabatt? Vermutlich nur kurz zum Praktikum bei den Ölkonzernen gewesen, Schwerpunkt: „Wie man Entlastung in Preisgestaltung umrechnet“. Und wir? Stehen daneben, tanken weiter und üben uns in der modernen Disziplin: Optimismus beim Bezahlen.
Preissprung um 12 Uhr: 32 Cent mehr für Diesel




