Der schwere Unfall an der Ortsumfahrung Hochstetten sorgt weiterhin für Aufmerksamkeit. Auffällig ist dabei vor allem, wie schnell nach dem Unfall Maßnahmen ergriffen wurden, um die Verkehrssituation an dieser Stelle genauer zu beobachten und offenbar auch die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer stärker in den Blick zu nehmen. Bereits am Tag nach dem Unfall wurde an der Strecke eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt. Heute ist nun erneut ein Radarwagen zu sehen, der auf dem Parkplatz vor der Nahebrücke abgestellt wurde. Dass dort so kurz nach dem schweren Unfall erneut eine Geschwindigkeitskontrolle stattfindet, dürfte sicherlich kein Zufall sein. Vielmehr liegt die Vermutung nahe, dass damit unmittelbar auf das Unfallgeschehen reagiert wird.
Ob und in welchem Umfang die gefahrene Geschwindigkeit tatsächlich eine Rolle bei dem schweren Unfall gespielt hat, lässt sich derzeit allerdings noch nicht abschließend beurteilen. Die genaue Unfallursache muss durch die zuständigen Behörden und die laufenden Ermittlungen geklärt werden. Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, wird sich sagen lassen, welche Faktoren letztlich zu dem Unfall geführt haben. Unabhängig davon ist die schnelle Präsenz der Geschwindigkeitsüberwachung ein deutliches Signal. Bereits einen Tag nach dem Unfall wurde gemessen, und auch heute wird an der bekannten Stelle kontrolliert. Damit wird unmittelbar sichtbar, dass die Situation ernst genommen wird und man an diesem Unfallpunkt nicht einfach zur Tagesordnung übergeht.
Gerade an einer Stelle, an der es zu einem so schweren Unfall gekommen ist, kann eine verstärkte Überwachung dazu beitragen, das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer für die Geschwindigkeit und die besonderen Gefahren der Strecke zu schärfen. Ob die Kontrollen dauerhaft erforderlich sind oder welche weiteren Maßnahmen möglicherweise folgen, wird sich zeigen. Eines steht jedenfalls schon jetzt fest: Mit den Geschwindigkeitsmessungen unmittelbar nach dem Unfall und dem erneut aufgestellten Radarwagen wird direkt Flagge gezeigt. Die Botschaft an die Verkehrsteilnehmer ist klar: An dieser Stelle wird genau hingeschaut – und zu schnelles Fahren soll offenbar nicht unbeachtet bleiben.





Es gibt doch bei YouTube diesen Stream oben von St. Johannisberg runter über das komplette Tal? Kann man da evtl. den Unfall rekonstruieren?
Einzige Problem: die Kamera ist leider kein Weitwinkelobjektiv sondern schwenkt zu heftig. Aber mit etwas Glück sieht man da etwas?