Kirn hat derzeit nicht nur mit sommerlichen Temperaturen zu kämpfen. Rund um die Kiesel sorgt erneut Vandalismus für Kopfschütteln – und diesmal geht es nicht um ein paar umgeworfene Mülltonnen oder einen kleinen Kratzer. Der Schaden geht in die Tausende. Die öffentliche Toilette an der Kiesel wurde beschädigt, Leitungen wurden herausgerissen. Direkt nebenan traf es die Gaststätte „Kirner im Amalienpark“: Der nigelneue XXL-Sonnenschirm, ein ausgesprochen stabiles und entsprechend teures Teil, wurde kurzerhand aufgeschlitzt. Die Plane ist so stark beschädigt, dass sie komplett neu bespannt werden muss. Damit nicht genug: Gläser wurden zerdeppert, Tische und Stühle mit Edding beschmiert. Eine ganze Ladung sinnloser Zerstörungswut also – und die Frage drängt sich auf: Wer macht so etwas?
Klar, es ist gerade brütend heiß. Die Temperaturen können einem durchaus zusetzen. Aber selbst der heißeste Sommertag ist noch lange keine Einladung, fremdes Eigentum zu zerlegen. Hitze erklärt vielleicht schlechte Laune – sie erklärt aber keine herausgerissenen Leitungen, zerschnittene Sonnenschirme und mutwillig zerstörtes Inventar. Am Ende zahlen andere die Rechnung. Die Stadt muss die Schäden an der öffentlichen Toilette beheben. Der Betreiber der Gaststätte bleibt auf den Kosten für Sonnenschirm, Gläser und beschädigtes Mobiliar sitzen. Und das alles für einen „Spaß“, von dem vermutlich nur diejenigen etwas hatten, die ihn angerichtet haben. Wer hinter den Taten steckt, ist derzeit unbekannt. Bleibt zu hoffen, dass es Zeugen gibt oder sich Hinweise ergeben. Denn Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt und auch kein Ausdruck jugendlicher Abenteuerlust. Es ist schlicht die Zerstörung dessen, was allen beziehungsweise anderen gehört.




