Ein Beitrag aus der Rubrik nachgehakt. Es ist vollbracht. Zumindest baulich. Die Sportplatzbrücke steht, trägt, leuchtet, verbindet – und übersteht offenbar alles, außer die ganz einfache Frage: Was hat das Ding eigentlich am Ende gekostet? Vor rund einem Jahr war die Lage noch übersichtlich. Oder zumindest so übersichtlich, wie sie bei öffentlichen Bauprojekten eben sein kann. Aus ursprünglich geplanten 600.000 Euro wurden im Zuge der Realität sehr schnell rund 1,5 Millionen Euro. Ein Betrag, der damals schon wirkte wie eine sportliche Disziplin im Bereich „Kostensteigerung im Stabhochsprung“. Die Finanzierung war klar geregelt: 50 Prozent Land, 50 Prozent Gemeinde – allerdings nur bis zur offiziell genehmigten Schmerzgrenze. Alles darüber hinaus: kommunales Ausdauertraining. Seitdem ist viel passiert.
Die Brücke (Baubild) wurde fertiggestellt und der Verkehr rollt. Nur eine Sache rollt offenbar nicht ganz so zuverlässig: die finale Schlussrechnung. Ein Jahr nach der Fertigstellung drängt sich daher eine Frage auf, die in ihrer Schlichtheit beinahe provokant wirkt: Ist es tatsächlich bei den ursprünglich veranschlagten 1,5 Millionen Euro geblieben? Gerüchten zufolge soll es im Verlauf des Projekts zu verschiedenen „unvorhergesehenen, im Nachhinein jedoch erstaunlich plausibel erklärbaren“ Zusatzarbeiten gekommen sein. Deshalb richtet sich nun – ein Jahr nach der symbolischen Fertigstellung – eine höfliche, aber durchaus dringliche Anfrage an den Kämmerer der Verbandsgemeinde: Darf die Öffentlichkeit bitte einmal die vollständige, endgültige, wirklich endgültige Kostenaufstellung einsehen? Mit allem. Wirklich allem.
om ersten Planungsgedanken bis zur letzten Rechnung – einschließlich jener Posten, die andernorts gern unter der Rubrik „Sonstige Ausgaben“ verschwinden – reicht das Interesse an einer vollständigen Kostenaufstellung zur neuen Brücke in der Verbandsgemeinde Kirner Land. Die kirner-land-nachrichten hatten den Kämmerer um entsprechende Transparenz gebeten. Eine Reaktion blieb bislang aus. Lediglich eine Eingangsbestätigung der Anfrage ging am 16. Juni ein – inzwischen sind zwei Wochen verstrichen. Die erbetene Übersicht über die Gesamtkosten steht weiterhin aus. In der Öffentlichkeit wächst jedoch die Erwartungshaltung, endlich belastbare Zahlen zu erhalten. Denn es geht längst nicht mehr nur um eine einzelne Baumaßnahme, sondern um Vertrauen in die Nachvollziehbarkeit öffentlicher Ausgaben. Am Ende verbindet eine Brücke eben nicht nur zwei Ufer. Sie schlägt auch eine Verbindung zwischen Planung und Realität – und nicht selten zwischen kalkulierten Kosten und einer durchaus kreativen




