VG Kirner Land: PV gescheitert, Zeitplan offen, Umzug vertagt – Willkommen in der Dauerplanung

Der Verbandsgemeinde-Rat hat in seiner jüngsten Sitzung Pflöcke eingeschlagen: Die Fusion der Stadt Kirn mit der VG Kirn-Land ist seit über sieben Jahren abgeschlossen, doch die Umsetzung des Fusionsvertrags bewegt sich weiterhin im Langstreckenmodus. Aktuell steht der Umzug der Verbandsgemeindewerke ins Nebengebäude der Verwaltung an, während das alte Stadtwerkegebäude am Kreisel verkauft werden soll. Der VG-Rat hat die entsprechende ergänzende Vereinbarung einstimmig beschlossen und damit vor allem den Start weiterer Planungsphasen ermöglicht – eine Stufe, in der traditionell mehr angekündigt als umgesetzt wird.

Das Nebengebäude im Hof der Verwaltung wurde bereits vielfältig genutzt und sollte einst als medizinisches Zentrum dienen – ein Projekt, das sogar öffentlich präsentiert wurde, als Julia Klöckner einen entsprechenden Plan in die Kamera hielt. Daraus wurde nichts; geblieben ist die Frage, welcher Arzt sich dauerhaft in ein beinahe gefängnisartig wirkendes Hinterhaus zwischen Verwaltungshof und begrenzter Sichtbarkeit einmietet. Die geplante PV-Dachanlage scheiterte an der Statik des Altbaus, deren Tragfähigkeit offenbar erst spät in der Planung Beachtung fand – ein kleiner Lapsus, der allerdings mehrere Jahre kostete. Da fällt auch ein Jahr Abstimmung mit Denkmalschutz und Fachstellen kaum noch ins Gewicht. Solche Zeitspannen gelten inzwischen fast als kommunale Standardzeit.

Kritisch anzumerken ist, dass die Verbandsgemeindewerke seit Jahren keine endgültigen Jahresabschlüsse für zurückliegende Abrechnungszeiträume an die Verbraucher übermitteln. Überträgt man diese Zeithorizonte auf die aktuellen Umzugspläne, könnte es sein, dass ein Teil der heutigen Beschäftigten den tatsächlichen Umzug im aktiven Dienst gar nicht mehr erlebt. Vor diesem Hintergrund wirkt ein Umzug ins Nebengebäude innerhalb dieses Jahrzehnts eher ambitioniert, zumal verbindliche Zeitachsen in der Planung weitgehend fehlen und das Gebäude selbst weiterhin renovierungsbedürftig ist. Vielleicht überraschen die handelnden Personen dennoch mit einem schnellen Fortschritt in den nächsten zwei Jahren – man weiß ja nie.

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