Zufällig vorbeigeradelt: Heute Nachmittag war in der Dorfmitte ein Blitzerteam beidseitig im Einsatz. Die Geräte waren kunstvoll in Nischen versteckt – also genau dort, wo sie niemand vermuten würde, außer jeder, der schon einmal im Kreis Auto gefahren ist. Eigenen Beobachtungen zufolge rollte rund zehn Minuten lang der Verkehr in beiden Richtungen erstaunlich diszipliniert durch den Ort – fast wie an einer Perlenschnur aufgereiht, alles brav im Rahmen des Tempolimits. Kein einziger sichtbarer Verstoß, kein aufleuchtender Blitz, nicht einmal ein Hauch von Rebellion im Motorraum. Und das bei dem Verkehrsaufkommen. Ob die Fahrer vorher telepathisch gewarnt wurden oder ob sich das Tempolimit inzwischen tatsächlich als neue Ortsreligion etabliert hat, bleibt offen. Vieles spricht allerdings dafür, dass sich die Geschwindigkeit schlicht „eingebrannt“ hat. Auch im Ort selbst heißt es, durch Martinstein werde inzwischen nicht mehr durchgeheizt – eher durchgerollt. Sehr zum Leidwesen der Abbieger aus Merxheim kommen. Die finden kaum noch eine Lücke. Für das Mess-Team dürfte der Einsatz entsprechend entspannt verlaufen sein: viel Verkehr, wenig Drama, dafür umso mehr Gelassenheit im Messprotokoll. Und dann, kurz vor der inneren Verabschiedung des Beobachters: doch noch ein Lebenszeichen der Technik. Ein einzelner Blitz. Ein Fahrzeug, vermutlich im Bereich der unteren Toleranz – sagen wir großzügig etwa 36 km/h – hatte offenbar doch kurz vergessen, dass auch Entschleunigung ihre Grenzen kennt
Disziplin auf Martinsteiner Asphalt: Der Blitzer blitzte kaum





Wer es glaubt …Hier fährt kaum einer 30. Ich bekomme es tagtäglich mit. Im Gegenteil fährt mal jemand 30 dann wird noch im Ort überholt und gehupt. Es müsste mal morgens ab vier Uhr geblitzt werden ohne Warnung,dann wären bei 10 Autos mindestens 1 Führerschein weg und der Rest könnte sich über ein Bußgeldbescheid freuen. Ich muss es echt mal aufnehmen. Soviel zu Disziplin. Haha ich lach mich krank