Eigentlich wollten die Meckenbacher am Samstag nur einmal ausprobieren, ob das mit dem Holztransport in den Problem-Hang überhaupt funktioniert. So zumindest der Plan von Revierförster Tobias Helfenstein. Doch wie das manchmal ist, wenn viele anpacken und keiner lange diskutiert: Aus dem „Wir schauen mal“ wurde ein „Jetzt machen wir es gleich richtig“. Am Ende des Tages war nicht nur ein bisschen Holz bewegt worden. Rund 15 Festmeter Eichen-Stammholz und etwa zehn Kubikmeter Lärchen-Schnittholz lagen fein säuberlich dort, wo sie für den Bau der Krainerwände benötigt werden. Material für gleich zwei der insgesamt vier geplanten Krainerwände wurde bereits im Hang abgelegt. Ursprünglich wollte man mit dieser Arbeit erst am kommenden Samstag fertig werden. So kann man sich täuschen.
Möglich wurde die Aktion durch eine Mischung aus Technik, Muskelkraft und örtlichem Pragmatismus. Die Firma Pfanzelt Maschinenbau GmbH stellte eine Raupe mit Seilwinde zur Verfügung. Unterstützt wurde die Mannschaft von Georg Lorenzen aus Kirschroth, der als Windenführer dafür sorgte, dass das Holz dort landete, wo es hin sollte – und nicht dort, wo man es später mühsam wieder hätte einsammeln müssen. Etwa 15 Meckenbacher Helfer waren im Einsatz. Dazu kam Christoph Schupp aus Limbach, der mit Traktor und Rückeanhänger die Eichenstämme aus dem Wald sowie die Anfang Juni geschnittenen Lärchenbohlen anlieferte. Ohne Material kein Projekt, so einfach ist das.
Damit hat die Ortsgemeinde eine wichtige Vorarbeit für das Bergwaldprojekt geleistet. Denn wenn die Teilnehmer ab dem 29. Juni anrücken, müssen sie sich nicht erst Gedanken darüber machen, wie mehrere Tonnen Holz in den Hang gelangen. Das liegt bereits dort. Und zwar genau dort, wo es gebraucht wird. Ganz erledigt sind die Vorbereitungen allerdings noch nicht. Jetzt geht es darum, Schlafplätze und Verpflegung im Pfarrhaus zu organisieren. Außerdem müssen noch Zaunmaterialien angeliefert werden. Aber die größte Hürde ist genommen. Das Holz ist vor Ort, der Hang vorbereitet und die Ingenieure können übernehmen. Oder anders gesagt: Die Meckenbacher wollten eigentlich nur testen, ob es funktioniert. Jetzt sind sie ihrer eigenen Planung fast eine Woche voraus.





