Tim und Susanne Bamberger aus Hochstetten-Dhaun haben sich für ihren Urlaub ein außergewöhnliches Ziel gesetzt: Mit dem Fahrrad wollen sie einmal quer durch Deutschland fahren – vom südlichsten Punkt bei Oberstdorf bis zum nördlichsten Punkt Deutschlands auf Sylt. Rund 1.500 Kilometer liegen zwischen Start und Ziel. Inzwischen haben die beiden einen weiteren wichtigen Abschnitt ihrer Reise gemeistert. Nach der Übernachtung in Kassel führte die nächste Etappe zunächst nach Hann. Münden, wo sich Fulda und Werra zur Weser vereinen. Ein besonderer Ort auf ihrer Tour, denn ab hier begleitet Deutschlands zweitlängster Strom die beiden auf ihrem Weg in Richtung Norden. Inzwischen rollen die Räder auf dem idyllischen Weserradweg. Die Strecke präsentiert sich von ihrer schönsten Seite: Flusslandschaften, historische Fachwerkorte und viele Kilometer fernab des großen Verkehrs sorgen für abwechslungsreiche Eindrücke. Das Zwischenziel Höxter wurde bereits erreicht. Am darauffolgenden Tag ging es weiter in Richtung Hameln. Dort zeigte sich das Wetter allerdings von seiner nassen Seite, denn Regen begleitete die gesamte Etappe.
Doch auch das konnte die beiden nicht ausbremsen. Wer sich vorgenommen hat, einmal komplett durch Deutschland zu radeln, lässt sich von ein paar Regentropfen nicht aus der Ruhe bringen. Mittlerweile stehen beeindruckende Zahlen auf dem Tourenzähler. Seit dem Start am südlichsten Punkt Deutschlands bei Oberstdorf haben Tim und Susanne bereits 942 Kilometer zurückgelegt. Hinzu kommen 7.290 bewältigte Höhenmeter – eine Leistung, die zeigt, dass die vermeintlich flachen Abschnitte im Süden und in den Mittelgebirgen durchaus ihre Herausforderungen bereithielten. Bis zum großen Ziel, dem Ellenbogen auf Sylt, liegen nun noch 664 Kilometer vor den beiden. Die Hälfte der Reise ist damit längst geschafft, und das Ende rückt von Tag zu Tag näher. Körperlich zeigt die Tour weiterhin ihre Spuren. Während die Beine nach wie vor zuverlässig ihren Dienst verrichten und sich erstaunlich belastbar zeigen, macht sich die Dauerbelastung an anderer Stelle bemerkbar. Die Zwischenbilanz bleibt unverändert: Der Hintern leidet etwas mehr als die Beine. Noch bewegt sich aber alles in einem erträglichen Rahmen.
Viel wichtiger ist ohnehin ein anderer Faktor: die Motivation. Und die ist bei beiden weiterhin ungebrochen. Das Wetter spielt überwiegend mit, die Tagesetappen werden zuverlässig abgespult und die Vorfreude auf die Nordsee wächst mit jedem Kilometer. So arbeiten sich Tim und Susanne Schritt für Schritt beziehungsweise Pedaltritt für Pedaltritt ihrem großen Ziel entgegen. Die kommenden Tage versprechen weitere reizvolle Abschnitte entlang der Weser, bevor die Route schließlich Richtung Norddeutschland und Küste führt. Noch 664 Kilometer trennen die beiden vom nördlichsten Punkt Deutschlands. Wenn alles nach Plan läuft, dürfte das große Finale auf Sylt inzwischen deutlich näher sein als der Start in den Oberstdorfer Bergen. Wir bleiben selbstverständlich weiter am Ball und begleiten Tim und Susanne auf den verbleibenden Kilometern ihrer außergewöhnlichen Reise quer durch Deutschland.




