Rund 3250 Gäste besuchten das Romantische Gartenfest: Rückgang trotz mehr Werbung und Sommerwetter

Zahlen haben bekanntlich den Vorteil, dass sie sich nicht von Stimmungen beeindrucken lassen. Die Besucherzahl ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 3250 Gäste wurden in diesem Jahr gezählt, im Vorjahr waren es noch 3600. Ein Minus von etwa 350 Besuchern – also knapp zehn Prozent. Das klingt auf den ersten Blick nach Bewegung, auf den zweiten eher nach Korrektur als nach Krise. Und bevor die Diskussion in Richtung „schuld war das Wetter“ abbiegt: Das greift in diesem Fall nicht. Sonnenschein, angenehme Temperaturen, beste Bedingungen – die äußeren Umstände haben zuverlässig mitgespielt. „Ein leichter Besucherrückgang ist in diesem Jahr zu verzeichnen, wie man auch bei der Veranstaltung gemerkt hat, obwohl wir unsere Werbung weiter ausgebaut hatten“, bilanziert Anja Brandenburg von der Verbandsgemeinde.

Eine Einschätzung, die das subjektive Empfinden vor Ort durchaus einfängt. Gleichzeitig lohnt der Blick auf die Struktur: Mit 1050 Besuchern am Starttag und rund 2200 am Muttertag zeigt sich ein stabiles Muster, das sich insgesamt weiterhin auf solidem Niveau bewegt. Das Fest hat nicht an Relevanz verloren – es hat lediglich nicht ganz die Spitzenwerte des Vorjahres erreicht. Denn genau darin liegt der Unterschied zwischen Gefühl und Statistik: 3600 Besucher wirken im Rückblick schnell wie der neue Normalzustand. Weichen die Zahlen davon ab, entsteht rasch der Eindruck einer Entwicklung – auch wenn es sich faktisch eher um eine moderate Schwankung handelt. Unterm Strich bleibt daher ein nüchternes, aber entspanntes Fazit: Der Rückgang ist vorhanden, aber überschaubar. Von Einbruch kann keine Rede sein – eher von einem Fest, das weiterhin gut besucht ist, nur eben ohne statistische Höchstform. Dennoch, wenn trotz mehr Werbung ein Besucherrückgang zu verzeichnen ist, dann bedarf es einer vollumfänglichen Analyse.