Ihr Name stand im Raum, am Ende bleibt Bettina Dickes Landrätin

Durchatmen, Bettina Dickes wird nicht Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz. Die Spekulationen hatten sich zwar zuletzt verdichtet, doch am Ende hat sich die Sache erledigt. Gottlob ist die Kuh vom Eis – und sie bleibt Landrätin im Landkreis. Trotz ihres Dementis, ganz ohne Restspannung war die Sache allerdings bis zuletzt nicht. Ein gewisses Restrisiko bestand durchaus noch, dass sich die politische Gemengelage doch anders entwickeln könnte. Nun aber ist klar: Bettina Dickes bleibt vor Ort, und die Spekulationen haben sich erledigt. Für den Landkreis bedeutet das vor allem eines: Stabilität an der Spitze – und ein Stück vertraute Kontinuität. Ob ihr möglicher Abgang ein Verlust oder am Ende vielleicht doch ein Glücksfall gewesen wäre, darüber darf man geteilter Meinung sein. Vermutlich wäre es – wie so oft in der Politik – von beidem ein bisschen gewesen.

Sei’s drum: Die frei gewordene Position im Bildungsressort wird nun neu besetzt. Künftig übernimmt Ute Eiling-Hütig das Amt. Sie kommt aus Bayern, jenem Bundesland, das in Bildungsfragen gern den Ruf des Strebers unter den Ländern pflegt. Eine externe Lösung also – und vielleicht auch gar keine schlechte Idee. Wenn schon nicht aus den eigenen Reihen, dann eben frischer Wind aus dem Süden. Damit setzt die Landesregierung auf Bewegung im System, nur eben anders als ursprünglich erwartet. Während Bettina Dickes dem Landkreis erhalten bleibt und dort weiterhin für Verlässlichkeit sorgt, richtet sich der Blick nun auf die neue Bildungsministerin und die Frage, ob sich das „bayerische Erfolgsmodell“ tatsächlich übertragen lässt.