Nachgehakt: Nach der Diskussion um eine mögliche Geste der Wertschätzung für die Feuerwehrkameraden im Rahmen des „Romantischen Gartenfestes“ der Verbandsgemeinde Kirner Land liegt nun eine Antwort aus der Verwaltung vor – verspätet, da sie sich offenbar kurzzeitig im kommunalen Kosmos verirrt hatte. Sie bringt Klarheit, aber keinen freien Eintritt. „In diesem Jahr ist kein freier Eintritt beim Gartenfest geplant“, heißt es aus der Verbandsgemeinde. Das ist jetzt eh rum. Gleichzeitig wird betont, dass die Feuerwehrkameraden „allergrößte Wertschätzung“ verdienten und jede Form öffentlicher Anerkennung begrüßt werde. Für die Anregung und die damit verbundene Aufmerksamkeit bedankt sich die Verwaltung ausdrücklich. Wie sagt man in Norddeutschland: „Da nich’ für“. Zugleich verweist die Verbandsgemeinde auf bestehende Unterstützungsformen: den Einsatz eines hauptamtlichen Gerätewartes, regelmäßige Ehrungen sowie „freien Eintritt“ ins Jahnbad.
Dieser freie Eintritt findet sich jedoch bislang nicht auf der VG-Internetseite wieder – dort erscheint der Vorteil im Rahmen der Ehrenamtskarte weiterhin lediglich als Ermäßigung, also faktisch als halber Preis. Die offizielle Bestätigung und die öffentliche Darstellung gehen damit (noch) nicht ganz deckungsgleich einher – eine jener kommunalen Feinheiten, die man gern unter „Details“ verbucht. Also, Feuerwehr-Kameraden: Schnappt euch eure Badesachen und geht schwimmen – als Eintrittskarte dient der Mitgliedsausweis. Weiter heißt es im Schreiben, man unterstütze „wo immer möglich“ und stehe im kontinuierlichen Austausch mit den Kameraden, um sie dort zu stärken, wo es langfristig helfe. Unterm Strich bleibt ein vertrautes Ergebnis: viel Anerkennung, viele Worte – aber keine Sonderregelung fürs Gartenfest. Oder anders gesagt: Die Wertschätzung ist da, sie hat nur keinen direkten Zugang zum Festgelände bekommen.





Die FDP-Fraktion regte in der letzten Sitzung des Verbandsgemeinderates an, den Feuerwehrleuten als Ausgleich für Belastungen und Entbehrungen eine Familienkarte für die Saison zu schenken. Der Verbandsbürgermeister versprach den Vorschlag zu prüfen. Wir sind sicher, dass eine gute Lösung im Bereich des Möglichen sein könnte.