Woran hängt es? Aufmerksame Beobachter werden bereits bemerkt haben, dass die Arbeiten am Biergarten der Gaststätte „Kirner im Amalienpark“ ins Stocken geraten sind. Seit Tagen tut sich auf dem vorgesehenen Areal auffallend wenig. Keine neuen Paletten, kein Klappern, kein Gefühl von „bald ist hier was los“. Das hat Gründe – natürlich hat es Gründe. Es braucht noch ein Schallschutzgutachten. Und auch der Denkmalschutz hat noch ein paar Fragen, die beantwortet werden wollen. Summasumarum verhindert die Bürokratie damit einmal mehr die schnelle Umsetzung eines eigentlich recht bodenständigen Vorhabens: ein Biergarten, ein paar Tische, ein bisschen Sommer, fertig. Aber das ist nicht weiter tragisch, denn der Biergarten ist kein Schnellschussprojekt, sondern langfristig angelegt.
Man will hier nichts hinwerfen, sondern auf solide Beine stellen – am besten mit Stempel, Genehmigung und dreifacher Ausfertigung. „Alles ist im Fluss“, bestätigt Brauerei-Geschäftsführer Sven Schirmer auf Nachfrage. Die Mühlen der Bürokratie laufen eben langsam, aber dafür gründlich – und manchmal auch mit überraschender Ausdauer im Leerlauf. Nichtsdestotrotz hat die Verzögerung auch ihre stille Nebenwirkung: Die neuen Betreiber bekommen mehr Zeit, um sich einzuleben, Pläne zu verfeinern und sich mental darauf vorzubereiten, dass ein Biergarten in Deutschland nicht nur ein Ort mit Bier und Schatten ist, sondern auch ein kleines Infrastrukturprojekt mit Begleitliteratur.




