Manchmal braucht es einfach Zeit, bis politische Entscheidungen fair bewertet werden können. Was in der hitzigen Parkdeck-Debatte in der Mauergasse von damals ideologisch aufgeladen und emotional geführt wurde, lässt sich Jahre später nüchtern an der Realität messen. Im Fall der Parksituation in Kirn sind inzwischen rund fünf Jahre vergangen – genug Abstand für einen ehrlichen Rückblick. Fünf Jahre später ist die Entscheidung eindeutig zu bewerten. Das seinerzeit von SPD und FWG favorisierte Parkdeck wurde nicht gebaut. Stattdessen entstand eine ebene Parkfläche, die heute nicht nur zum Parken dient, sondern sich als Multifunktionsplatz für Feste, Märkte und Veranstaltungen bewährt hat. Die SPD hatte damals vehement für die teure Parkdeck-Variante verbissen gekämpft. Gut, dass sie dafür keine Mehrheit fand. Denn mit dem zeitlichen Abstand lässt sich nüchtern feststellen: In Kirn herrscht kein Parknotstand. Weder im alltäglichen Betrieb noch bei größeren Veranstaltungen geraten Autofahrer unter Druck. Im Gegenteil: Die Parksituation ist entspannt. Besucher finden Stellplätze, Veranstaltungen funktionieren ohne Chaos, und die Stadt hat sich finanziell nicht mit einer millionenschweren Fehlinvestition belastet. Die Kombination aus ausreichend Parkraum und flexibler Nutzung der Fläche erweist sich heute als praxisnah, wirtschaftlich und stadtverträglich. Die damalige Entscheidung gegen ein neues Parkdeck war keine ideologische, sondern eine vernunftbasierte. Der Blick auf die heutige Situation zeigt: Sie war richtig.
Bilanz nach 5 Jahren: Kein Parkdeck. Kein Drama.


In der Tat war ein neues Parkdeck noch ein vermeintliches Leuchtturmprojekt und Irrtum vom damaligen langjährigen Stadtbürgermeister und der SPD, die FWG im Windschatten. Auch Martin Kilian favorisierte anfangs ein teures Parkdeck, ließ sich damals von den Argumenten von FDP und CDU überzeugen.
Gut wenn, die Lernkurve nicht flach ist und man die Interessen der Steuerzahler berücksichtigt .