Beängstigende Prognose bei Sturzfluten: Starkregen würde zu massiven Überflutungen in Hochstetten führen

Ich habe die neue 3D-Simulation des Landes Rheinland-Pfalz direkt vor meiner Haustür ausprobiert. Das Ergebnis ist alarmierend. Bei einem Starkregenereignis von 100 Litern und mehr herrscht im Weilborn Land unter. Mehr noch: Wir saufen ab. Und die Nachbarn auch. Mehr noch: Das ganze Eck wird leiden. Hintergrund ist ein neues Online-Portal des Umweltministeriums Rheinland Pfalz mit dem Namen „HydroZwilling“. Dabei handelt es sich um ein digitales 3D-Modell, das auf realen Geländedaten basiert und simuliert, wie sich Starkregen, Sturzfluten und Wassermassen im Ernstfall ausbreiten. Bürgerinnen und Bürger können ihre Adresse eingeben und verschiedene Regenstärken und -dauern einstellen. Das Programm zeigt dann, wo Wasser abfließt, sich staut oder in Gebäude eindringt. In meinem Fall wird deutlich, warum die Lage im Weilborn so kritisch ist:

Das Wasser schießt vom Hang in Richtung Dhaun herunter und wird wie in einem Trichter durch das Neubaugebiet bis hinunter zur B 41 geleitet. Auch die Straße eignet sich dann nur noch zum Bootfahren. Schützen kann man sich kaum. Sandsäcke oder andere bauliche Vorkehrungen helfen hier nicht. Die Wassermassen, die mit enormer Wucht ins Tal drängen, sind schlicht zu mächtig – zumindest, wenn man der Simulation Glauben schenkt. Und dieses Programm wurde nicht als Spielerei entwickelt, sondern ausdrücklich für Hochwasserschutz, Bauplanung und Krisenvorsorge. Zwar handelt es sich um Extremwetterlagen, die es in dieser Form bislang noch nicht gegeben hat – zumindest nicht in Hochstetten-Dhaun. Doch genau solche Ereignisse nehmen zu. Eine zentrale Frage drängt sich auf: Kann man den Hang besänftigen? Diese Frage sollte sich die Ortsgemeinde dringend stellen. Denn hier liegt der größte Schwach- und Gefahrenpunkt in Hochstetten.

Jeder sollte den Selbstversuch machen. Hier der Link: https://hydrozwilling.rlp.de/

2 thoughts on “Beängstigende Prognose bei Sturzfluten: Starkregen würde zu massiven Überflutungen in Hochstetten führen

  1. Also die Karten sind 100% realistisch. Das kann man als Anwohner auch selbst prüfen, wenn man viel draußen unterwegs ist und weiß wo im Ort bei Regen dann die nassen Stellen sind oder wo Wasser läuft. Bei einem Starkregen schwellen genau diese Stellen massiv an. Das ist logisch. Und diese Stellen decken sich mit den Simulationen am PC wie gesagt 100%. Ich habe mich übrigens schon vor Jahren gefragt, wie man auf die Idee kommt, an solchen Stellen Neubaugebiete auszuweisen. Wer damals den Finger dafür gehoben hat, kann wohl gut Realitäten ausblenden…
    Und wer jetzt dort oben noch ein Haus planen will, ist bestimmt auch sonst recht schmerzfrei unterwegs.
    Die nächsten Hochwasser werden kommen. Stärker als je zuvor und mit 9-fach erhöhter Wahrscheinlichkeit. Das ist alles bekannt ! Kirn-Sulzbach hats schon erlebt. Ich bin nur gespannt wie das alles weitergeht…
    Noch ein Neubaugebiet an der Nahe vielleicht ? Windräderplanungen im Wasserschutzgebiet ? Alles scheint möglich.
    …und irgendwann kommt die Abrechnung. Das ist sicher. Denn die Realität lässt sich nicht wegdenken.

    1. Natürlich kommt das irgendwann! Aber jetzt wird Solar gebaut, seit Wochen jedoch im Nebel und bedeckter Himmel, Ergebnis gegen null. Jetzt noch Windräder ohne Wind und alles ist perfekt in der VG. Frage mich allerdings wer steckt dahinter und wer profitiert davon ? Vormuten darf man!

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