Polizebericht: Polizei und Ordnungsamt führten am heutigen Morgen eine gemeinsame Kontrolle zum Waffen- und Messerverbot im ÖPNV am Bahnhof Kirn im Bereich des Bahnhofs Kirn, des Bahnhofsvorplatzes sowie des angrenzenden Busbahnhofs durch und veröffentlichten die Ergebnisse in einer entsprechenden Pressemeldung. Respekt, das war jetzt schon die zweite gemeinsame Präventiv-Maßnahme binnen weniger Tage. Grundlage der Maßnahme war das in Rheinland-Pfalz geltende Messerverbot im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Insgesamt wurden etwa 20 Personen kontrolliert – eine überschaubare Zahl, deren Bilanz jedoch verdeutlicht, wie notwendig derartige Formate offenbar sind. So führten zwei der kontrollierten Personen jeweils ein Cuttermesser (KI-Bild) zugriffsbereit mit sich. Da es sich bei den Betroffenen offenbar nicht um Handwerker mit Werkzeugkasten auf dem Weg zur täglichen Arbeit handelte, stellte sich einmal mehr die Frage, wofür solche feährlichen Gegenstände im öffentlichen Nahverkehr oder auf der Straße überhaupt mitgeführt werden.
Die Messer wurden sichergestellt, entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Der erschreckende Aspekt ist weniger die Rechtslage als die Selbstverständlichkeit, mit der solche Messer offenbar mitgeführt werden. Überdies, wer ein Messer griffbereit dabei hat, rechnet offenbar auch damit, es im Zweifel zu benutzen – ein Gedanke, der im öffentlichen Nahverkehr oder im öffentlichen Raum eher beunruhigt als beruhigt. Darüber hinaus förderte die Kontrolle weitere Verstöße zutage: Mehrere Jugendliche wurden beim verbotswidrigen Rauchen angetroffen. Gegen eine Person lag ein aktueller Haftbefehl vor; im Zuge der Festnahme wurden zudem Betäubungsmittel aufgefunden. Außerdem kam es zu mehreren Verwarnungen wegen des verbotswidrigen Befahrens von Gehwegen mit E-Scootern. Ergänzend wurden mehrere Verstöße gegen das Verkehrszeichen 250 (Verbot für Fahrzeuge aller Art) durch E-Scooter festgestellt.


Warum kann man nicht täglich kontrollieren?
Irgendwann müsste es sich rumsprechen, und dann wieder Ruhe einkehren.