Vorträge reichen nicht – Wahlkampf heißt regionale Haltung zeigen Herr Dr. Denis Alt

Erst Bestattungsrecht jetzt Patientenakte: SPD-Staatssekretär Dr. Denis Alt nutzt seinen Auftritt am morgigen 6. Februar bei der AWO in Kirn, um über die elektronische Patientenakte zu referieren – ein Thema, das unbestritten relevant ist, aber weder neu noch regional spezifisch. Gerade deshalb wirkt dieser Besuch wie eine vertane Chance. Wer in der Region unterwegs ist, noch dazu mitten im Wahlkampf, sollte sich den Fragen stellen, die die Menschen vor Ort ganz konkret bewegen. Dr. Al bleibt Antworten zu den drängenden regionalen Problemen bei solchen Formaten schuldig. Wie steht es um die Zukunft der Krankenhausversorgung nach dem neuerlichen Liebesentzug aus Mainz? Hat man von ihm in Sachen Bestandsgarantie und Daseinsvorsorge jemals ein klares Statement pro Kirn gehört oder gelesen – von einer Haltung ganz zu schweigen. Andere Baustellen. Wie soll die Rettungswache langfristig gesichert werden, wie die Ärzteversorgung auf dem Land? Was passiert mit der maroden Infrastruktur, die vielerorts seit Jahren auf Verschleiß fährt? Genau hier drückt der Schuh – und genau dazu wäre eine klare Positionierung notwendig.

Wie will die SPD bei den Wählerinnen und Wählern Vertrauen und Zustimmung gewinnen, wenn zentrale regionale Themen ausgeklammert werden? Allgemeine Vorträge ersetzen keinen politischen Dialog. Vielleicht kommt ja noch was. Erwartet wird kein Frontalunterricht, sondern die Einladung zum Gespräch: zuhören, diskutieren, auch unbequeme Fragen zulassen – und vor allem offen darlegen, welche Haltung man vertritt und welche Lösungen er und die SPD anbieten. Wer politische Verantwortung trägt, muss im Wahlkampf mehr liefern als wohlfeile Informationsveranstaltungen. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wofür ihr Staatssekretär und Wahlkreis-Kandidat steht, welche Prioritäten er setzt und was sie konkret von ihm erwarten können. Alles andere wirkt wie Ausweichen – und genau das ist das falsche Signal zur falschen Zeit.

2 thoughts on “Vorträge reichen nicht – Wahlkampf heißt regionale Haltung zeigen Herr Dr. Denis Alt

  1. Dr. Dennis Alt hat auf der Rückseite des Mitteilungsblattes einen Appell an die Bürger und Bürgerinnen des Kirner Landes gerichtet, eine Aneinanderreihung der üblichen Phrasen. Er sollte einer der Ersten sein , der dem noch auszulobende Phrasen
    ………Orden verliehen wird.
    Ganz davon abgesehen, es lohnt sich heute mehr denn je das Gehirn einzuschalten.

  2. Den letzten Satz von Frau Jungvogel-Lauer möchte man all denjenigen ins Album schreiben, die mit dem Gedanken spielen, bei einer rechtsextremen Politsekte ihr Kreuz zu machen.

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