Wenn Polizei und Ordnungsamt bei präventiven Maßnahmen an einem Strang ziehen, kann daraus nur Positives entstehen. Die gemeinsame Fußstreife unter der Woche zeigt eindrücklich, was bei solchen Kontrollgängen alles zutage tritt: ein breites Spektrum an Verstößen – vom Drogenfund (Haschisch) bei einem Jugendlichen in der Stadt über Ordnungswidrigkeiten bis hin zur kurzfristigen Schließung einer Kirner Gaststätte wegen schwergängiger Notfalltür. Nach der Behebung wurde die wieder geöffnet. Natürlich stellt sich bei vielen nun die Frage, um welchen Betrieb es sich gehandelt hat. Dass diese Information von offizieller Seite nicht benannt wird, ist nachvollziehbar, schließlich soll niemand öffentlich an den Pranger gestellt werden.
Zur Erinnerung: Bereits im vergangenen Jahr wurden derartige gemischte Streifen im Kirner Land angekündigt und in Aussicht gestellt. Dieses Versprechen scheint nun eingelöst zu werden – und die Bilanz macht deutlich, dass entsprechender Bedarf besteht. Sicherheit wird nicht nur verwaltet, sie wird produziert – und das ist richtig und wichtig. Gerade zu Fuß unterwegs sieht man mehr, kommt ins Gespräch und gewinnt Eindrücke, die aus dem Streifenwagen heraus oft verborgen bleiben. Gleichwohl muss künftig nicht jede Kontrollmaßnahme mit einer Pressemeldung begleitet werden, die anschließend in sämtlichen Medien erscheint. Präventive Kontrollen gehören zum täglichen Auftrag von Polizei und Ordnungsamt. Auch andere Berufsgruppen – etwa Handwerker beim Heizungsbau, Dachdecken oder der Autoreparatur – werden bei der Ausübung ihrer Arbeit nicht regelmäßig medial begleitet. Wobei man einräumen muss: Interessant sind solche Schilderungen bisweilen durchaus.




