Manchmal antwortet eine Verwaltung mit einem Schreiben. Manchmal mit einer Pressemitteilung. Und manchmal mit Taschenkontrollen. Unmittelbar nachdem die FDP der Verwaltung eine Frist bis zum 10. Juli gesetzt hatte, veröffentlichen die Verbandsgemeindewerke einen ausführlichen Appell an die Besucherinnen und Besucher des Kirner Jahnbads – inklusive der Ankündigung verschärfter Kontrollen durch einen Sicherheitsdienst auf ihrer Internetseite. Ob das bereits die von FDP-Chef Thomas Bursian eingeforderte Antwort ist oder lediglich ein bemerkenswerter Zufall, bleibt vorerst offen. Unter der Überschrift „Unser Jahnbad – Gemeinsam für ein sauberes und sicheres Miteinander“ richtet sich die Verwaltung mit einem eindringlichen Appell an die Badegäste. Der Tenor: Mehr Rücksicht, mehr Verantwortung und vor allem mehr Disziplin. Im Mittelpunkt stehen gleich mehrere Punkte der Haus- und Badeordnung. So wird erneut darauf hingewiesen, dass Glasflaschen im gesamten Freibad tabu sind, weil Scherben zu einem erheblichen Verletzungsrisiko werden können. Getränke sollen deshalb ausschließlich in Kunststoffflaschen oder Dosen mitgebracht werden.
Ebenso unmissverständlich fällt der Hinweis zum Alkoholkonsum aus. Wer unter Alkoholeinfluss schwimmt, gefährdet nach Auffassung der Werke nicht nur sich selbst, sondern auch andere Badegäste. Auch der Zustand der Sanitäranlagen wird thematisiert: Besucher werden aufgefordert, die Toiletten zu benutzen und diese sauber zu hinterlassen. Gleichzeitig weist die Verwaltung darauf hin, dass die Anlagen täglich mehrfach gereinigt werden und die Mitarbeiter einen respektvollen Umgang mit ihrer Arbeit erwarten. Neu ist vor allem die Ankündigung, die Einhaltung der Haus- und Badeordnung künftig deutlich intensiver zu kontrollieren. Dazu können nach Angaben der Verbandsgemeindewerke auch stichprobenartige Taschenkontrollen durch einen Sicherheitsdienst gehören. Ziel sei es insbesondere, das Mitführen von Glasbehältern zu verhindern und die Sicherheit im Freibad zu erhöhen. Zum Abschluss erinnert die Verwaltung daran, dass das Kirner Jahnbad mit seinem 50-Meter-Becken und den familienfreundlichen Eintrittspreisen ein besonderes Angebot sei, das nicht selbstverständlich ist. Damit dies auch künftig so bleibe, brauche es die Unterstützung aller Besucherinnen und Besucher. Ob dieser Appell gleichzeitig als Reaktion auf die jüngste politische Debatte verstanden werden soll, sagen die Verbandsgemeindewerke nicht. Fest steht lediglich: Während die Verwaltung verstärkte Kontrollen ankündigt, wartet die FDP weiterhin auf die angekündigte schriftliche Beantwortung ihrer Fragen. Die gesetzte Frist endet am 10. Juli.





Es wäre schön, wenn die Temperatur des Wassers ausgehängt werden würde, es ist zeitweise zu kalt,besonders für Menschen mit bestimmten Erkrankungen.
Als langjähriger Stammgast kann ich die migrationspolitische Debatte aus meiner Erfahrung im Jahnbad nicht nachvollziehen, für die absolute Mehrheit ist das Bad ein friedlicher Ort der Erholung.
Dass die Verbandsgemeindewerke das Glas- und Alkoholverbot nun konsequenter kontrollieren wollen, ist im Sinne der Sicherheit grundsätzlich richtig. Die Maßnahme steht und fällt jedoch mit der Professionalität des Personals.
Das nach meinem Empfinden unfreundliche und pseudomilitärische Auftreten mit schwarzen Cargohosen, schweren Schuhen und Sicherheitsweste heute (11.07.) ist für mich ein absolutes NoGo.
Wenn weiterhin der zuständige Standortleiter der beauftragten Sicherheitsfirma öffentlich auf Facebook rechtsextreme Verschwörungstheorien teilt, ist dieser Betrieb für diese sensible Aufgabe nach meiner Einschätzung untragbar.
Die Verwaltung muss hier dringend bei der Personalauswahl und Auftreten ihres Dienstleisters nachbessern, um den Frieden im Jahnbad nicht zu gefährden und einen Angstraum künstlich zu erzeugen.
Denn mal ehrlich? Wer besucht gerne eine Freizeiteinrichtung wenn eine Security aussieht und auftritt wie bei einem Hochrisikospiel der Bundesliga.