Nachgehakt! Vor mehr als 2,5 Jahren erhielt Kirn ein frühzeitiges Weihnachtsgeschenk: 250.000 Euro aus dem Landesprogramm „Innenstadtimpulse“. Die Idee war bestechend – Leerstände beseitigen, Leben zurück in die Stadt bringen, Kirn insgesamt attraktiver machen. Doch was ist seither passiert? Sichtbar kaum etwas. Ein ganzer Maßnahmenkatalog – von neuen einheitlichen Marktständen bis zu kleinen Salinen – liegt seitdem in den Schubladen der VG-Amtsstuben. Dort „reifen“ die Vorschläge vor sich hin, während andere Kommunen längst Erfolge feiern und Kirn weiter träumt. Zwei Jahre Stillstand für ein Programm, das eigentlich Bewegung bringen sollte – das ist bitter. Denn Fördergelder sind kein Dauerzustand: Wenn nichts geschieht, droht am Ende der Rückfluss. Die Verwaltung kommt scheinbar nicht aus dem Quark.
Blöd und daher weiterer Hemmschuh ist vor allem die Eigenbeteiligung. Was nützen am Ende Zuschüsse für Maßnahmen, wenn die Stadtkasse leer ist und selbst der vom Land geforderte Eigenanteil zum Problem wird. Der ausgearbeitete Masterplan liegt längst ausgearbeitet bereit, doch bei der Umsetzung hakt es. Ideen gäbe es genug, die Möglichkeiten sind vielfältig. Nur der Schritt von der Theorie in die Praxis scheint schwerzufallen. Auch Bürgermeister Frank Ensminger ist mit dem Status-Quo unzufrieden. Doch ohne eigene zuarbeitende Verwaltung, wie sie seine Vorgänger noch hatten, fehlen ihm die Mittel. Und die VG hat offenbar keine Eile. Irgendwann wird es wohl vorangehen. Irgendwann. Wahrscheinlich. Hoffentlich. Kirn hätte es verdient.




