Terminhinweis: Wenn sich am kommenden Montag der neue rheinland-pfälzische Landtag erstmals konstituiert, ist in Mainz nicht nur parlamentarische Routine angesagt, sondern auch ein kleines, aber symbolträchtiges Begleitprogramm vor der Tür. Die BI Kirner Krankenhaus hat eine Kundgebung vor dem Landtag angemeldet und nutzt den Moment des politischen Neustarts, um Aufmerksamkeit auf die Lage der Gesundheitsversorgung in der Region zu lenken. Und weil große politische Augenblicke offenbar nach ebenso kreativen wie bodenständigen Aktionsformen verlangen, lädt die Initiative zu einem „Konstituierenden Frühstück der BI Kirner Krankenhaus mit Gästen“. Man könnte sagen: Während drinnen die Mandatsträger ihre Plätze einnehmen und der Landtag in seine neue Legislatur startet, wird draußen erstmal symbolisch gedeckt. Im Mittelpunkt steht dabei weniger das kulinarische Angebot als vielmehr die Botschaft: Die Situation der Krankenhäuser und der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum soll nicht aus dem Blick geraten.
Eingeladen sind auch Vertreter aus Altenkirchen sowie Notfallsanitäter aus Mayen. Unterschiedliche Regionen, unterschiedliche Perspektiven – aber ein gemeinsames Anliegen: die Sorge um die Zukunft einer verlässlichen Gesundheitsversorgung vor Ort. Die BI möchte damit deutlich machen, dass die Herausforderungen nicht an Kreisgrenzen enden, sondern viele Bereiche gleichermaßen betreffen. Für die Anreise setzt die BI auf ein ebenso pragmatisches wie vertrautes Mittel: einen Kleinbus. Kein großer Konvoi, kein politischer Tross, sondern eher eine kompakte Fahrgemeinschaft mit klarer Mission. Man könnte sagen: überschaubare Mittel, ernstes Anliegen.
Unter dem Motto „Flagge zeigen“ will die BI sichtbar Präsenz markieren und deutlich machen, dass sie den politischen Neustart aufmerksam begleitet. Es geht dabei weniger um Lautstärke als um Sichtbarkeit – darum, im passenden Moment am richtigen Ort zu sein und die eigenen Anliegen direkt einzubringen. Ob sich dabei einer der politisch Verantwortlichen vor Ort zeigt und das Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sucht, bleibt abzuwarten. Erfahrungsgemäß hängt das von dichten Protokollplänen, Terminketten und der Frage ab, ob zwischen Konstituierung und Fraktionsarbeit ein kurzer Gang vor die Tür möglich ist. Die kirner-land-nachrichten werden im Anschluss über den Verlauf der Kundgebung berichten und das Geschehen einordnen – zwischen politischem Neustart, symbolischem Frühstück und der weiterhin drängenden Frage nach der Zukunft der regionalen Gesundheitsversorgung.




