Viel Kritik, wenig Applaus – Haushalt passiert mit Mühe den VG-Rat

Der Haushaltsplan 2026 ist beschlossen – doch die Entscheidung fiel überraschend knapp aus. 13 Ja-Stimmen – überwiegend aus den Reihen von SPD und CDU – standen 8 Nein-Stimmen gegenüber, die vor allem von der AfD sowie Teilen der Freien Wähler kamen. Sechs Ratsmitglieder, darunter die FDP, enthielten sich. Dieses differenzierte Abstimmungsverhalten spiegelte die Atmosphäre im Ratssaal deutlich wider: zunächst spürbare Anspannung, nach der Entscheidung dann Erleichterung und kollektives Durchatmen. Von Lob war in der Debatte allerdings kaum etwas zu hören – im Gegenteil. In den Haushaltsreden der Fraktionen sah sich Bürgermeister Thomas Jung massiver Kritik ausgesetzt. Der Ton blieb zwar sachlich, war aber ungewöhnlich scharf. Spöttisch ließe sich sagen: wie gewohnt. Auch übergeordnete politische Rahmenbedingungen in Bund und Land wurden nicht ausgespart.

Statt Anerkennung für die Arbeit der Verwaltung dominierten erneut kritische Töne. Ein zusätzlicher Belastungsfaktor: Der Fehlbetrag der Verbandsgemeinde liegt inzwischen bei rund zwei Millionen Euro. Diese Zahl verlieh der Diskussion besonderes Gewicht und lieferte den Kritikern weiteren Argumentationsstoff. Die CDU sprach sogar vom „schlechtesten Haushalt seit der Fusion“. Zudem wurde die schleppende Umsetzung von Projekten durchweg moniert. Mehrere Redner warfen der Verwaltung mangelndes Tempo und eine unzureichende Prioritätensetzung vor. Die knappe Abstimmung am Ende spiegelte diese angespannte Gesamtsituation wider. Welche konkreten Streitpunkte zur Sprache kamen, welche Argumente die Fraktionen im Detail ins Feld führten und wo die Konfliktlinien besonders deutlich wurden – diese und weitere Hintergründe zur Haushaltssitzung 2026 lesen Sie in den kommenden Tagen.

Bleiben Sie dran!