Generell gilt, dass Personalangelegenheiten in der Verbandsgemeinde – wie in öffentlichen Verwaltungen üblich – intern und nichtöffentlich behandelt werden. Auch Bürgermeister Thomas Jung betonte auf Nachfrage: „Zunächst einmal möchte ich klarstellen, dass ich mich an einer öffentlichen Diskussion zu Personalangelegenheiten nicht beteiligen werde. Personalangelegenheiten werden auch in Ratssitzungen aus gutem Grund immer nichtöffentlich behandelt. Trotzdem bestätigte er eine vorübergehende Personalie, ohne dabei ins Detail gehen zu wollen. Vor diesem Hintergrund wird der Fachbereich 2 (Tourismus und Wirtschaft) bis Ende des Jahres mit einer externen Fachkraft an der Spitze verstärkt. Verena Lang aus der Stabsstelle übernimmt diese Aufgabe vorübergehend. Ziel sei es, bestehende Abläufe und Strukturen genauer zu betrachten und mögliche Verbesserungen zu erarbeiten. „Für die Evaluation bestehender Prozesse und Strukturen sowie zur Identifizierung und Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen wird eine Person mit Expertise dem Fachbereich bis Ende des Jahres vorstehen“, so Jung in einem typisch verwaltungsfesten Satzbau, der inhaltliche Klarheit zuverlässig in formale Stabilität überführt.
Nach Angaben der Verwaltung handelt es sich um eine gezielt eingesetzte organisatorische Maßnahme. Sie erfolge ausdrücklich nicht aus Anlass einzelner Personen oder einer Bewertung der bisherigen Arbeit, sondern aus dem Bedarf heraus, zusätzliche fachliche Expertise einzubinden, um komplexe organisatorische Fragestellungen strukturiert zu bearbeiten. Die Maßnahme sei zeitlich befristet angelegt und solle dazu dienen, Abläufe effizienter zu gestalten und die Verwaltung strategisch weiterzuentwickeln. Nach Ablauf der Befristung soll ausgewertet werden, welche Ergebnisse erzielt wurden und ob weiterer Handlungsbedarf besteht. Zum Aufgabenbereich des Fachbereichs gehören unter anderem Wirtschaftsförderung, der Kontakt zu Unternehmen und Gewerbetreibenden sowie die Ansiedlung von Hausärzten und die Organisation zahlreicher Veranstaltungen – mithin zentrale Schnittstellen zwischen Verwaltung, Wirtschaft und öffentlicher Wahrnehmung. Gerade vor diesem Hintergrund ist es richtig und wichtig, dass Veränderungen an der Spitze eines solchen fachlich und wirtschaftlich relevanten Bereichs zumindest in ihrer Grundstruktur öffentlich nachvollziehbar sein sollten. Denn während Personalentscheidungen intern begründet und behandelt werden, ist die Außenwirkung für Wirtschaft und Öffentlichkeit durchaus relevant.
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