Krankenhausreform: Was kommt am 1. September auf Kirn zu?

Es wird spannend. Und für Kirn könnte es spannend werden wie lange nicht. Morgen stellt Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) die nächsten Schritte der Krankenhausreform in Rheinland-Pfalz vor. Und natürlich richten sich dabei viele Blicke nach Kirn. Denn die große Frage lautet: Was hat Mainz mit unserem Krankenhaus vor? Noch ist nichts durchgedrungen wohin die Reise gehen könnte. Eine Schließung steht nach dem derzeit bekannten Stand nicht im Raum. Im Gegenteil: Hoch hat Kirn selbst als möglichen Standort einer sogenannten Regioklinik genannt. Das klingt zunächst einmal gut. Doch was bedeutet das am Ende wirklich für die Menschen hier? Genau das ist die spannende Frage.

Denn Kirn hat heute noch ein Krankenhaus mit Innerer Medizin, Chirurgie, Orthopädie, Unfallchirurgie, Intensivmedizin und Wirbelsäulenchirurgie. Was davon bleibt, wird unter anderem durch die künftigen Leistungsgruppen entschieden. Welche erhält Kirn? Wie reagiert die Diakonie über die morgige Depesche aus Mainz? Zieht die Konsequenzen? Es könnte sich einiges verändern. Vielleicht bleibt Kirn ein Krankenhaus mit einer guten medizinischen Grundversorgung und einer funktionierenden Notfallversorgung. Vielleicht wird der Standort zur Regioklinik und bekommt damit eine neue, andere Aufgabe. Genau davor haben viele Menschen Angst.

Denn eines darf nicht passieren: Dass irgendwann zwar noch ein Krankenhausgebäude in Kirn steht, aber immer weniger von dem übrig ist, was die Menschen unter einem Krankenhaus verstehen. Gerade im ländlichen Raum ist eine gute und schnelle medizinische Versorgung keine Luxusfrage. Und die CDU hat eine gute Gesundheitsversorgung auf dem Land versprochen. Wenn es wirklich ernst wird, zählt jede Minute. Und dann möchte niemand hören: „Damit müssen Sie leider nach Bad Kreuznach.“ Dabei wurde Kirn vom Land vor einigen Jahren noch eine dauerhafte Zukunft als Krankenhausstandort versprochen. Jetzt stehen wir wieder an einem Punkt, an dem neu über diese Zukunft entschieden wird.

Deshalb werden morgen viele Menschen ganz genau zuhören. Auch die kirner-land-nachrichten. Was bleibt in Kirn? Was fällt weg? Und vor allem: Welche Zukunft bekommt das Krankenhaus? Und dann wird es gleich am nächsten Tag interessant: Der SWR dreht ab 11 Uhr wieder am Kirner Krankenhaus. Eingeladen sind die kommunalen Vertreter und Fraktionen. Zufall? Vielleicht. Aber der Zeitpunkt könnte kaum spannender sein. Hoffen wir, dass wir am Ende gute Nachrichten bekommen und die Kommunalen freudestrahlend Rede und Antwort stehen. Hoffen wir, dass Kirn nicht nur auf dem Papier einen Gesundheitsstandort bekommt, sondern eine echte Zukunft für sein Krankenhaus.