Schulpläne aus dem Kreishaus verderben Kirns Bürgermeister die Kerb

Besonders gut angekommen sind die Überlegungen aus dem Kreishaus im Kirner Rathaus offenbar nicht. Bürgermeister Frank Ensminger erfuhr von den möglichen Plänen für eine Schulschließung (eventuell „Auf Halmen“ Anfang der 2030er-Jahre – Foto) nämlich nicht etwa in einem persönlichen Gespräch, sondern aus der Zeitung. Der Anruf von Landrätin Bettina Dickes kam erst, als die Schlagzeile bereits online war. Im Rathaus dürfte die Stimmung damit schon vor dem heutigen Fassanstich etwas eingetrübt gewesen sein. Weder Ensminger noch die Mitglieder des Stadtrats waren nach seinen Angaben vorab informiert. Lediglich VG-Bürgermeister Thomas Jung war offenbar bereits eingeweiht. Dabei geht es nicht um eine Kleinigkeit. Sollte tatsächlich ein Schulstandort wegfallen, stellt sich nicht nur die Frage nach der künftigen Schullandschaft, sondern auch nach einem möglicherweise leer stehenden Gebäude. Vor allem eines scheint deshalb ausbaufähig zu sein: die Kommunikation. Denn von einem solchen Vorhaben eiskalt aus der Zeitung zu erfahren, dürfte kaum der Wunsch eines Bürgermeisters sein. Vielleicht wäre es klug, bei Entscheidungen über den Schulstandort Kirn künftig nicht nur über Konsens zu sprechen, sondern ihn auch zu praktizieren.