Nachlese! Rund 150 Menschen versammelten sich am Mittwochabend auf dem Kirner Marktplatz, um gegen den aus ihrer Sicht übermäßigen Ausbau von Freiflächen-Photovoltaikanlagen zu protestieren. Entgegen der ersten Darstellung, es seien keine oder nur vereinzelt politische Funktionsträger aus dem Kirner Land anwesend gewesen, war die AfD bei der Kundgebung mit ihrer kompletten Fraktion vertreten. Der Fraktionsvorsitzende Uwe Jung übernahm dabei sogar Aufgaben als Ordner. Die Partei betont, sich nicht nur in Kirn, sondern auch bei weiteren Protestveranstaltungen gegen das aus ihrer Sicht drohende „Ausverkaufen der Natur“ zu engagieren und sich den Bürgern als Ansprechpartner anzubieten. Ein zentraler Punkt im Wahlprogramm der AfD ist die Ablehnung von Freiflächen-Photovoltaik, insbesondere aufgrund des hohen Flächenverbrauchs sowie möglicher Auswirkungen auf Landschaft, Landwirtschaft und Tourismus. Auch im Verbandsgemeinderat will die Partei nach eigenen Angaben weiterhin klar Position beziehen, wenn Projekte im Bereich erneuerbarer Energien im Kirner Land auf die Tagesordnung kommen. Sollte in naher Zukunft über die Erweiterung des Flächennutzungsplans im Zusammenhang mit dem geplanten Freiflächen-Photovoltaikprojekt in Hennweiler abgestimmt werden, kündigte die Fraktion bereits an, geschlossen dagegen zu stimmen.
Protest gegen Solarpläne: AfD-Fraktion zeigte gestern auf dem Kirner Marktplatz Präsenz





Hallo Herr Pfrengle, der erste Bericht über die Demo gestern in Kirn war sachlich und ausgewogen, die “ Nachlese“ allerdings nicht. Hier hätte die Frage kommen müssen, wo die anderen Fraktionen waren. Wo waren Bürgermeister von Stadt und Land und ihre Funktionsträger. Scheinbar scheut man hier die Öffentlichkeit, wenn es um heikle Themen geht. Ob hier Vertreter vom CVJM, oder bibeltreuer Christen, vom Spartacusbund oder vom Verein „Rettet die Gelbbauchunken“ kommen, ist vollkommen gleichgültig, jeder sollte das Recht haben mit seiner Anwesenheit auch seine Meinung zu äußern. Das gilt auch für die AFD, die soweit ich informiert bin als einzige Partei Bürgerbegehren und Referenden in ihrem Programm hat. Wenn der VG-Bürgermeister gestern als Ordner auf dem Marktplatz gewesen wäre, hätte das niemand aufgeregt, im Gegenteil, es hätte ihm Sympathien eingebracht. Soweit meine „Nachlese“ !
Grüße aus Hennweiler Rainer Petry, BI Solarpark Hennweler
Hallo Herr Petry,
auch wenn Sie es nicht gerne hören: Die sogenannte „Alternative“ ist eine rechtsextreme Partei mit völkisch-nationalistischer Ausrichtung und eindeutig verfassungsfeindlichen Absichten. Sie bemüht sich seit Jahren um Selbstverharmlosung. Im Kirner Land scheint diese perfide Strategie zu verfangen. Wer sich mit derlei Typen gemein macht, erweist seinem Anliegen einen Bärendienst.
Ich hätte mich auch gefreut, wenn Vertreter der Stadt und VG anwesend gewesen wären – da bin ich bei ihnen.
Was mich irritiert: Sie beziehen sich beim Wahlprogramm der AfD nur auf Bürgerbegehren und Referenden. Haben Sie die anderen Punkte im Wahlprogramm auch gelesen.? Um ein paar zu nennen:
Wiedereinstieg in die Kernenergie: Kostet annährend dreistellige Milliardensummen, da sind die Gaskraftwerke von Frau Reiche Peanuts dagegen. Und bei den zunehmenden Folgen des Klimawandels mit Niedrigwasser einerseits und Hochwasser andererseits können die Kernkraftwerke auch nur manchmal betrieen werden.
Rückzug aus der EU: Deutschland lebt vom Export, die Mehrzahl der Exporte geht in die EU. Ein Rückzug würde viele export-orientierte Firmen beschädigen.
Rückzug auf alte Technologien wie Verbrenner-Motoren: Die deutschen Autobauer leiden ohnehin schon, weil in der Welt keiner mehr Autos mit Verbrennermotoren haben will. Ein solcher Rückzug würde der deutschen Autoindustrie den Todesstoss versetzen.
Abschiebung von Migranten: Hier sind nicht nur die illegal eingewanderten kriminellen Personen gemeint (für deren Abschiebung sind wir ja alle). Sondern es sollen auch integrierte und arbeitende Migranten abgeschoben werden. Das hätte ruinöse Folgen für Handwerk, Dienstleistungen und deutliche Einschränkungen in der Industrie zur Folge.
So könnte man noch lange weiter machen …….
Aus meiner Sicht würde die AfD die deutsche Wirtschaft ruinieeren.
Wo stehen denn da 150 Personen? Ich zähle nur ca 50.
Herr Nuphaus, –
sie haben versäumt, sich am Mittwoch in Kirn auf dem Marktplatz, persönlich davon zu überzeugen.
Ich war da, hab aber nur 60 -70 gesehen.
Ja es scheint, dass bei der Planung und Ausweisung von Flächennutzungsplänen für erneuerbare Energien,in unserer Verbandsgemeinde, nicht immer zum Wohle der Bürger und Gemeinden entschieden wird, sondern gewisse Eigeninteressen auch im Vordergrund stehen. Es scheint so und deshalb war auch ich auf dem Marktplatz um für Demokratie und Mitbestimmung zu demonstrieren. Der Verein rettet den Dhauner Wald e.v. hatte mir in einem Telefonat versichert es gehe nicht ausdrücklich gegen Erneuerbare-Energien. Meine geäußerten Bedenken hinsichtlich der Einbeziehung oder Mitwirkung der AFD könnte man verstehen, aber auch klar sagen, „dies sei nicht der Fall und auch nicht gewollt “
Mir ist klar, dass man niemanden ein Erscheinen auf einer Demo verbieten kann und sollte, aber dass man Mitglieder der AfD als Ordner einsetzt ruft bei mir Entsetzen aus. Diese Einbeziehung schadet dem Slogan für Demokratie und Mitbestimmung und führt diese Demo ins Absurdum
Muss zugeben, war nur kurz da. Demo nicht gegen erneuerbare Energien? Dafür gab es einen Haufen anderslautender Plakate. „Wenn die Windräder brummen, die Tiere verstummen“. 🙈🙈 nun ja, wenn die Atome glühen, die Tiere es spüren, kann man da mal nachschieben. Um den Begriff „Alternative“ einzustreuen: zu erneuerbaren Energien gibt es keine. Gas und Öl sind teuer und bald alle. Über AKW nachzudenken ohne Entsorgung ist dumm. Dem rechten Gesindel eine Plattform zu geben, ist, tja, absurd? Unbelehrbar? Hirnlos? Mir fehlen die notwendigen Adverben.