Schon mitbekommen? Am kommenden Mittwochabend, 17 Juni, 19 Uhr, werden sich auf dem Kirner Marktplatz Bürgerinnen und Bürger versammeln, die sich für mehr Mitbestimmung und gegen einen aus ihrer Sicht überzogenen Ausbau von Freiflächen-Photovoltaikanlagen einsetzen. Die Initiative fordert eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung und einen sorgsameren Umgang mit Landschaftsflächen im Kirner Land. Die Demonstration findet dabei zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt statt. Erst wenige Tage zuvor haben sich die Kommunen des Kirner Landes in einer Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) zusammengeschlossen, um gemeinsame Projekte voranzutreiben – darunter ausgerechnet solche Vorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien, deren Umfang die Demonstranten kritisch sehen oder zumindest deutlich begrenzen möchten.
Damit zeigt sich ein interessanter politischer Gleichklang im Ungleichklang: Während sich auf kommunaler Ebene die Befürworter größerer Energieprojekte organisatorisch zusammenschließen, formiert sich auf Bürgerebene der Widerstand gegen eben diese Entwicklung. Das Kirner Land schafft es damit, gleichzeitig „pro“ und „contra“ zu sein – ein demokratischer Spagat, der nicht überall gelingt. Die Kritiker befürchten einen zunehmenden Verlust von Landschaftsbild, Naturraum und Heimatgefühl. Die Befürworter verweisen hingegen auf die Notwendigkeit der Energiewende, regionale Wertschöpfung und die finanziellen Perspektiven für die Kommunen. Beide Seiten eint dabei unfreiwillig ein gemeinsames Ziel: Sie wollen die Zukunft ihrer Region gestalten – unterscheiden sich jedoch deutlich in der Frage, wie diese Zukunft aussehen soll.
Besonders spannend dürfte daher die Frage werden, ob die derzeit als natürliche Gegenspieler wahrgenommenen Akteure künftig auch miteinander ins Gespräch kommen. Denn zwischen den Positionen „mehr Ausbau“ und „weniger Ausbau“ liegt bekanntlich ein breites Feld möglicher Kompromisse. Ob daraus ein gemeinsamer Weg entsteht oder die Fronten weiter verhärten, wird sich zeigen müssen. Fest steht zunächst nur: Während die eine Seite Strukturen schafft, um Projekte zu ermöglichen, versammelt sich die andere Seite auf dem Marktplatz, um deren Umfang zu begrenzen. Demokratie in ihrer lebendigsten Form sieht mitunter genau so aus – laut, widersprüchlich und selten langweilig. Für Mittwoch erwarten die Organisatoren zahlreiche Teilnehmer. Denn unabhängig von der jeweiligen Position gilt: Wer die Zukunft des Kirner Landes mitgestalten möchte, wird an der aktuellen Debatte kaum vorbeikommen





Wieso sieht man auf dem Plakat nicht wer die Veranstalter der Demo sind, würde mich sehr interessieren.
Der sachliche Meinungsaustausch ist wichtig. Ich gehe davon aus, dass dies im Kirner Land mit dem nötigen Respekt von allen Seiten über die Bühne geht. Ich finde es richtig, dass die Bürger mehr Mitbestimmung in diesem Thema einfordern. Was im Moment in Hennweiler vor sich geht, das will so sicher Niemand!
Das Ziel für die Erneuerbaren Energien ist richtig, die Umsetzung leider nicht immer. Warum wird Wiesen-und Ackerland bebaut, wenn noch so viele Dächer ohne PV sind? Warum werden Parkflächen nicht mit PV überdacht ? So lange das nicht passiert, ist es schwer eine Akzeptanz für „unnötige“ Flächenversiegelungen zu vermitteln.
Der Berg kreist und gebärt eine Maus, wenn man nicht mehr weiter kommt im bürokratischen Abbau.
Sind Windräder weg und Solaranlagen weg nicht AfD Positionen? Also hatten die doch schon immer recht?
Oben der Kommentar von Herrn Schwegler ist tatsächlich der beste Kompromiss! Auf die Dächer der Fabriken und Geschäfte zuerst Solaranlagen. Danach die Parkplätze – hat sogar den Vorteil das man trockenen Fußes einkaufen kann. Gleichzeitig fällt kein Schnee auf die Parkplätze so dass man sie nicht räumen muss.
Bei Privatpersonen gerne auch aufs Dach, aber dann bitte mit finanzieller Unterstützung. Ich bin 73. Ich traue mir das nicht mehr zu da oben alleine mit einem Kumpel runzukrakzeln und die Dinger aufzubauen.
Am Mittwoch, dem 17.6., 19 Uhr in Kirn, Marktplatz, – geht es m.E. in erster Linie „FÜR MEHR DEMOKRATIE UND MITBESTIMMUNG DER BÜRGER“! – Also gegen Demokratie-Abbau! – Alleine dieses Anliegen sollte gerade aus Hennweiler, Simmertal, Heimweiler, Becherbach und Bärenbach viele Bürger zu der Demo bewegen. – Wer in Heimweiler die antidemokratische Bürgerinformation, organisiert vom Projektierer „WIWI“, erleben durfte/musste, wer in Simmertal die Ablehnung eines Antrages auf Bürgerbefragung, – auch unter aktiver Mitwirkung des VG-Bürgermeisters, – betr. „Erneuerbare Energien“ (hier Windkraftanlagen im Wald) mitbekommen hat, müsste schon „Sturm laufen“, alleine gegen die Art und Weise der beabsichtigten Umsetzung. – Hennweiler hebt sich hervor als Negativ-Beispiel von aktiv betriebenem Demokratie-Abbau durch die Gemeindeführung, die drei Beigeordneten und ihrem „Gefolge“. „Was im Moment in Hennweiler vor sich geht, …“ haben die Verantwortlichen der Gemeindeführung zu verantworten. Einige Fakten (keine Meinungen) zur Versachlichung und dem Verständnis:
Bisher keine Einwohnerinformation über Planung und Absicht des Großprojektes (48 ha).
Die Veröffentlichung über die Aufstellung des Bebauungsplanes am 27.11.25 (Gemeinderatsitzung), im Mitteilungsblatt der VG Kirner Land, ohne Hinweis auf Freiflächen-PV-Anlagen. (Versäumnis oder Absicht?)
Aussage des Ortsbürgermeisters in der Sitzung: „Der geplante Solarpark hat mit der Gemeinde nichts zu tun und ist reine Privatsache! – Der Projektierer schließt Verträge mit den Eigentümern,
die Gemeinde ist außen vor.“ – Im gleichen Atemzug: „Aber WIR müssen jetzt vorankommen!“
Der Antrag auf Bürgerbegehren wurde am 5.1.26 bei der VG eingereicht mit 250 gültigen Stimmen von wahlberechtigten Hennweiler Bürgern (ein Quorum von ca. 100 hätte gereicht).
Die Veröffentlichung des Gemeinderatsbeschlusses zur Aufstellung des Bebauungsplanes erfolgte am 23.1.26 im Mitteilungsblatt.
Die Begründung für die Ablehnung des Bürgerentscheids durch den Gemeinderat am 12. Mai 2026 vor, nach unterschiedlichen Zählungen, zwischen 60-80 Zuhörer/innen durch Frau Marx von der VG Kirner Land: „Es ist eine rein rechtliche Frage, abgestimmt mit der Kommunalaufsicht und dem Gemeinde- und Städtebund Rhl.-Pf.“! (Eine Schlussfolgerung daraus wäre für den Gemeinderat, „alternativlos“ die Ablehnung des Bürgerentscheides“).
Drei Gemeinderatsmitglieder haben „alternativ“ gültig für einen Bürgerentscheid abgestimmt!?
Die Einwände der Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens wurden missachtet und nicht diskutiert, – die Beschlussvorlage „durchgewunken“!
Fakt ist ebenso, dass ein Gemeinderatsmitglied und Sohn des Ortsbürgermeisters, als Bevollmächtigter des Projektierers auftritt, Vertragsverhandlungen mit Grundstückseigentümern führt, seine Ehefrau für die Abfassung der Verträge zuständig ist, – die Schwägerin des Ortsbürgermeisters als 3. Beigeordnete und der Ortsbürgermeister persönlich beraten und abgestimmt haben.
Die Kommunalaufsicht „nach Prüfung der Sachlage“ das nicht als „Befangen“ ansieht und so erfolgte Beratungen und Abstimmungen als rechtens erachtet!
Der Auftrag mit einem Volumen von ca. 35 Millionen Euro wurde „freihändig“, offensichtlich vom Ortsbürgermeister, in Abstimmung mit seinen Beigeordneten an ein Kleinstunternehmen in Köln-Frechen (GmbH) vergeben, dessen veröffentlichte Bilanzzahlen von 2023 so aussehen: Ein Gesellschafter = 2 Firmen, – eine Firma mit 2 Mitarbeitern = 6 Millionen Euro Verbindlichkeiten,
eine Firma mit 29 Mitarbeitern = 60 Millionen Euro Verbindlichkeiten,
Der Gesellschafter steht mit einer Eigenentnahme bei beiden Firmen von ca. 1,4 Millionen Euro „in der Kreide“!
Im bundesweiten Vergaberecht greifen die strengen europäischen Richtlinien und EU-Schwellenwerte für Liefer- und Dienstleistungen bei 221.000 Euro netto, – im vorliegenden Fall Hennweiler – für Bauleistungen bei 5.538.000 Euro netto. – Könnte strafrechtlich relevant werden.
Herr Schwegler hat vermutlich noch keine Gemeinderatsitzung in Hennweiler live miterleben dürfen und meint es gut mit: „Der sachliche Meinungsaustausch ist wichtig. Ich gehe davon aus, dass dies im Kirner Land mit dem nötigen Respekt von allen Seiten über die Bühne geht“.
Hier ist allerdings ein „utopischer“ Wunsch, Vater des Gedankens.
Das sind viele Argumente und einige
haben sicherlich auch ihre Berechtigung, aber ich als Bürger der die Demokratie beschützten und verteidigen möchte, muss wissen wer die Veranstalter dieser Demo sind. Bestimmte Parteien und Gruppierungen behaupten die Demokratie verteidigen zu wollen, haben aber in ihren Programmen Oder Forderungen andere Dinge im Sinn
Die Veranstaltung wurde angemeldet von der BI Kirner Heimat, sowie dem „Rettet den Dhauner Wald e.V.“ Vi.S.d.P. Cornelia Dhonau -Wehner , Kirn. Diese Demonstration ist ausdrücklich überparteilich.Kein Parteigeklüngel.Es geht um Naturschutz, Heimat, Transparenz und Mitbestimmung der Bürger.
Hi, finde ich gut, dass Sie hier nachhaken. Heutzutage muss man nachfragen ! Ich kenne diese Art der Veranstaltung schon von Sobernheim. Daher war mir gar nicht aufgefallen, dass der Veranstalter nicht aufgeführt ist 🙂 Meiner Erfahrung nach sind das Kundgebungen mit Hand und Fuß. Sie sind seriös und kommen aus der Mitte der Gesellschaft. Dort wird auch nicht gehetzt oder Schwachsinn erzählt. Bei der Kundgebung in Sobernheim war auch alles entspannt. Frau Cornelia Dhonau -Wehner macht sich hier wirklich viel Mühe und da hängt sicher sehr viel Freizeit drin. Ich finde das wirklich super, wenn sich Menschen so für eine Sache engagieren. Natürlich kann man anderer Meinung sein. Ich hör´s mir auch diesmal einfach mal an.
Initiator der Demo morgen Abend ist Frau Dhonau-Wehner, die sich für mehr konzentrierte
Mitbestimmung im Kirner Land engagiert, wie damals im „Dhauner Wald“.
Dahinter stehe ich auch jenseits parteipolitischem Engagement.
Geben Sie der Initiative eine Chance und kommen SIE zur DEMO am Mittwoch, 19.00 Uhr auf dem
Marktplatz in Kirn.. Es geht gegen politische Maßlosigkeit und Verschandelung unserer Natur.