Erst Kies, dann Blüte: Das Urnengrabfeld im Wandel

Im Urnengrabfeld der Ortsgemeinde Hochstetten-Dhaun hat sich im Laufe der Zeit eine bemerkenswert konsequente Bodenbiografie entwickelt – mit mehreren Anpassungsschritten. Zunächst wurde das Feld klassisch angelegt, anschließend wegen unerwünschten Pflanzenwuchses überarbeitet und später durch eine kiesbasierte Lösung ersetzt, um den Pflegeaufwand zu reduzieren. Damit ergibt sich derzeit folgende Chronologie: Erde → optimierte Muttererde → Kies (aktueller Stand). Doch beim reinen Kies bleibt es nicht. Im Gegenteil! Die Dorfplanerin Natalie Franzen stellt dazu klar: „Auf dem Friedhof in Hochstetten bleibt es nicht beim Kies, ebenso wie beim neu angelegten Beet Im Weilborn werden noch Stauden und Blumenzwiebeln gepflanzt, so wie neben dem Kreisel, An der Röhr und am Haus Horbach schon passiert. Jahreszeitlich bedingt ist das jetzt aber ungünstig, daher wird erst im Herbst gepflanzt.“ Mit anderen Worten: Es wird noch eine Blütenpracht folgen. Davon war so zunächst nicht zwingend auszugehen, da der Kiesuntergrund in den bereits bepflanzten Beeten ein anderes Materialkonzept nahelegt. Franzen stellt jedoch klar, dass die endgültige Gestaltung ausdrücklich auf eine spätere Bepflanzung ausgelegt ist. Dann wäre das geklärt.