Gesundheitsminister Hoch bleibt – und Kirn zahlt den Preis?

Der SWR gibt bekannt und die schlimmsten Befürchtungen im Kirner Land haben sich bestätigt: Clemens Hoch (SPD) bleibt tatsächlich Gesundheitsminister. Die neue SPD-Ministerriege wurde vorgestellt – und Hoch darf weitermachen. Oder, wie manche in Kirn wohl sagen würden: weiterwurschteln. Für das Kirner Krankenhaus und die Bürgerinitiative ist das eine politische Hiobsbotschaft. Dabei hatten viele nach der Wahl noch auf einen Neustart gehofft. Auf jemanden im Gesundheitsministerium, der nicht schon seit Jahren erklärt, warum ein Krankenhaus wie Kirn eigentlich gar nicht mehr gebraucht wird. Doch stattdessen bleibt genau der Minister oder Moderator im Amt, der in seinem Wahlkreis gnadenlos abgewatscht wurde und der die stationäre Vollversorgung in Kirn schon lange für entbehrlich hält. Hoch predigt seit Jahren die gleiche Botschaft: Schwere Fälle gehören in spezialisierte Zentren, kleinere Häuser wie Kirn hätten keine Zukunft mehr. Übersetzt heißt das:

Das Krankenhaus wird Stück für Stück auf medizinische Resteverwertung zurückgestutzt. Vollversorgung? Vergangenheit. Rund-um-die-Uhr-Notfallmedizin? Eher Wunschdenken. Spätestens jetzt dürfte klar sein: Das Kirner Krankenhaus wird in seiner jetzigen Form abgewickelt werden. Die politische Entscheidung scheint längst gefallen. Es geht nicht mehr um Rettung – sondern nur noch darum, den völligen Kahlschlag zu verhindern. Die angedachte Regioklinik muss deshalb wenigstens so ausgestattet werden, dass Kirn auch künftig noch ernsthaft als Notfallstandort gelten kann. Sicke Bretter für die BI. Alles andere wäre für den ländlichen Raum ein sicherheitspolitisches Experiment mit offenem Ausgang. Mit der Verlängerung für Clemens Hoch sendet die Landesregierung jedenfalls ein eindeutiges Signal: Der eingeschlagene Kurs bleibt. Für Kirn bedeutet das wohl vor allem eines: Hoffen auf eine gute Version einer Regioklinik, die am Ende mehr ist als ein hübsch umetikettiertes Auslaufmodell.

One thought on “Gesundheitsminister Hoch bleibt – und Kirn zahlt den Preis?

  1. Die BI „Rettet das Kirner Krankenhaus“ muss bei der Absicht mit einer Delegation am 18.5.26 zur konstituierenden Sitzung der neuen Koalition Präsenz zu zeigen, unterstützt werden. Bitte teilen und werben!

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