Katharina Gräff betrat die politische Bühne wie ein frischer Wind – einer, der nicht lange fragt, sondern einfach mal durch die alten Strukturen fegt. Neu, unerfahren, vermeintlich Außenseiterin. Und doch gelang ihr, woran sich andere die Zähne ausgebissen haben: Denis Alt ins Wanken zu bringen. Nicht gestürzt, aber sichtbar ins Stolpern geraten. Denn ein Blick auf die Zahlen macht die Sache erst richtig pikant: 33,4 % für Alt, 32,1 % für Gräff. Das klingt nach Abstand, ist aber in Wahrheit kaum mehr als ein politischer Wimpernschlag. Rechnet man es grob auf rund 38.400 abgegebene Stimmen herunter, trennten die beiden am Ende nur etwa 500 Stimmen. Ein halbes Dorffest mehr auf der einen Seite – und die Geschichte wäre anders erzählt worden. Gewonnen hat Alt also formal. Aber ein Sieg, der sich so knapp über die Ziellinie rettet, hat immer einen Beigeschmack. Wer ins Schwitzen gerät, obwohl er das Spielfeld kennt, wirkt plötzlich weniger wie ein sicherer Favorit – und mehr wie jemand, der gerade noch davongekommen ist.
Doch die eigentliche Pointe liegt womöglich tiefer: Das starke Abschneiden von Gräff ist weniger Ausdruck einer plötzlichen CDU-Euphorie als vielmehr ein Symptom wachsender Unzufriedenheit mit der SPD im Wahlkreis. Themen wie die unsichere Zukunft des Krankenhaus Kirn und des Krankenhaus Meisenheim haben Spuren hinterlassen. Vielerorts entsteht der Eindruck, dass die SPD derzeit eher verwaltet als gestaltet – und genau dieses Gefühl hat den Boden für ein so knappes Rennen bereitet. Die CDU darf sich deshalb fragen, ob sie wirklich schon stark ist – oder ob der politische Gegner schlicht schwächer geworden ist. Für Gräff selbst dürfte das jedoch zweitrangig sein. Der Rückenwind, den ein solches Ergebnis erzeugt, ist real: Er setzt Kräfte frei, schafft Sichtbarkeit und gibt ihr die Chance, politisch zu lernen und sich zu etablieren. Wenn sie diesen Moment nutzt, könnte sie beim nächsten Mal nicht nur für Unruhe sorgen, sondern tatsächlich das Direktmandat holen.





Eigentlich muss man sich als ein Bürger, der von Geburt an in einer Demokratie groß geworden und gelebt hat, schänen, wenn man die Wahlergebnissevin Kirn, Otzweiler, Bruschied und Hahnenbach gesehen hat. Wissen die Eähler der AFD eigentlich wen sie die Stimme gegeben haben. Das erinnert irgendwie an 1933. Da hat man auch gedacht, so schlimm wird es schon nicht werden! Und es wurde schlimmer.
Wenn man die Aussagen des Vorsitzenden dieser Partei, Bollinger, hört, dann wird einem schon Angst und Bange.
An welchen Arzt oder Pfleger soll man sichvdenn im Krankenhaus wenden, wenn alle Ausländer ausgewiesen werden sollen, wenn sie keine Wurzel in Deutschland haben.
Das nennt die AFD „Remigration“, ich nenne das Vertreibung, und so etwas braucht weder das Kirner Land, Rheinland-Pfalz oder Deutschland.
Was wir brauchen ist glaubhafte und gute Politik für die Bevölkerung in Deutschland, und zwar für die gesamte Bevölkerung in Deutschland.
Dann wird die AFD auch wieder zu dem was sie ist, eine Gruppierung ohne Plan und Zukunftsperspektive, die keine Ideen für die Führung einer Gemeinde und größere Verwaltungseinheiten hat, schon gar nicht von einem Bundesland.
Deshalt darf auch ein Demagoge wie Björn Höcke nicht die Finger an die Macht bekommt.
Die Parteien der Mitte im Kirner Land müssen endlich wieder gemeinsam ihre Arbeit gegrn ein stärker werden der AFD koordinieren, dann muss man sich nicht mehr schämen, denn dann ist das Kirner Land nicht mehr blau, sondern bunt und lebenswert.