Sonnenlage aus der Weinbergs-Lage „Solarhügel“ – Winzerin Gräff denkt energetisch nachhaltig

In der Wahlarena wurde über große Themen gesprochen: Zukunft, Strukturwandel, Energiewende. Und dann sagte Katharina Gräff einen Satz, der nach Südhang klang: Stillgelegte Weinberge könnten doch für Photovoltaik genutzt werden (Beispielbild) .Man muss wissen: Eine gute Lage ist im Weinbau Gold wert. Südlich ausgerichtet, viel Sonne, wenig Schatten – genau das, was Trauben lieben. Logischerweise liebt es auch die Photovoltaik. Und wenn künftig manche Reben verschwinden, bleibt die Sonne ja trotzdem da. Sie arbeitet schließlich immer. Die Vorstellung ist bestechend: Wo früher Riesling wuchs, reihen sich künftig Solarmodule. Statt Lesehelfern kommen Elektriker, statt Most fließt Megawatt. Strom aus der Lage – so oder so. Gräff ist für erneuerbare Energien, wie sie in der Staudernheimer Wahlarena unterstrich. PV-Anlagen? Sehr gern. Windräder? Ebenfalls. Nur bitte nicht im Wald – in Kerngebieten schon gar nicht. Zwischen Eichen und Buchen sollen weiterhin Vögel singen und keine Rotoren rauschen. Der Wald bleibt Wald, der Hang wird Solarkraftwerk. Vielleicht ist das die moderne Form der Wertschöpfung: Früher füllte man die Sonne in Flaschen, heute speist man sie ins Netz. Die Lage liefert weiter. Nur das Etikett ändert sich.

2 thoughts on “Sonnenlage aus der Weinbergs-Lage „Solarhügel“ – Winzerin Gräff denkt energetisch nachhaltig

    1. Bei der Überproduktion im Weinbau ist das doch eine Überlegung wert. Naturschutzbelange sind bei Brachen zu beachten.

Comments are closed.