„Alternativlos“ – aber ohne Klinikstatus? Gräffs Plan für Kirner Krankenhaus

Gestern war sie noch in der Wahlarena, heute informierte sie sich vor Ort am Kirner Krankenhaus: Die CDU-Landratskandidatin für den Wahlkreis 18, Katharina Gräff, führte eine Delegation nach Kirn. Zuvor hatte sie bei einer Veranstaltung in Staudernheim betont, dass sie zu den Krankenhausstandorten in Meisenheim und Kirn stehe. Eingeladen zum Termin hatte die Bürgerinitiative (BI) „Kirner Krankenhaus“, die über die aktuelle Lage informierte. Gräff erklärte, sie werde sich im Falle ihrer Wahl für den Erhalt des Standorts einsetzen – das sei für sie alternativlos. Allerdings stellt sie sich die künftige Struktur anders vor als bisher.

Nach Darstellung der BI favorisiert Gräff ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit integrierter Notaufnahme, die rund um die Uhr erreichbar ist. Außerdem könne sie sich eine sogenannte Praxisklinik vorstellen – eine Einrichtung, in der mehrere Fachärzte gemeinsam arbeiten und entsprechend gefördert werden. Das sei aus ihrer Sicht eine wichtige Investition in die medizinische Grundversorgung der Region. Ziel sei es, die Anlaufstelle für Patienten zu erhalten, jedoch nicht mehr in der bisherigen Form eines klassischen Krankenhauses.

Die Bürgerinitiative sieht diese Pläne kritisch. Sie hält eine Praxisklinik angesichts des bestehenden Ärztemangels für schwer umsetzbar. Aus ihrer Sicht wäre ein anderer Weg sinnvoller: Wenn die Kassenärztliche Vereinigung (KV) zustimmen würde, könnten die Fachärzte des Krankenhauses ambulant behandeln und über die Gesundheitskarte abrechnen. Zusätzlich sollte ein Integriertes Notfallzentrum (INZ) mit den notwendigen medizinischen Voraussetzungen – etwa einem CT – eingerichtet werden.