Hochstetten-Dhaun staunt nicht schlecht: Ein Investor des örtlichen Solarparks hat sage und schreibe 30.000 Euro an die Ortsgemeinde gespendet. Einfach so. Doch bevor der kollektive Freudentaumel in Euphorie umschlägt, stellt sich die entscheidende Frage: Was passiert nun mit dem Geld? Laut dem Artikel im Öffentlichen Anzeiger sei die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Investor während der Projektumsetzung „ausgesprochen gut“ verlaufen. Offenbar so gut, dass nun ein prall gefüllter Umschlag über den Tisch wandert – natürlich ganz offiziell. Ist die Spende mit Hintergedanken verbunden? Ganz sicher nicht! Ob die zweckgebunden für soziale oder nachhaltige Projekte vorgesehen ist oder klammheimlich im Gemeindehaushalt verschwindet, bleibt (noch) unklar.
Dabei gäbe es durchaus sinnvolle Einsatzmöglichkeiten. Der Blog der Region hatte jüngst vorgeschlagen, entlang des Wildgrafen-Weges – dort, wo der Pfad durch den Solarpark führt – Lehrtafeln zur erneuerbaren Energie aufzustellen. Eine kleine Sitzgruppe dazu, vielleicht noch ein schattenspendender Baum, und schon hätte man eine Mini-Lehrinsel für interessierte Spaziergänger geschaffen. Da hätten alle was davon und auch der Investor dürfte sich freuen. Der Rest der Spende könnte für zusätzliche Begrünungsmaßnahmen im Umfeld genutzt werden. Bleibt die Frage: Nimmt die Gemeinde diese Steilvorlage an oder versickert die Summe geräuschlos im Haushalt? Die Bürgerinnen und Bürger dürfen gespannt sein – und die Gemeinde hat die einmalige Gelegenheit, sich mit einem transparenten und kreativen Verwendungszweck von ihrer besten Seite zu zeigen. Wir bleiben dran!




