Die abschließende Antwort der SGD Nord auf die Nahe-Frage

Auf unsere Nachfrage zum ungewöhnlichen Abflussverhalten der Nahe während der Dürrephase liegt nun eine neuerliche finale Antwort der SGD Nord vor. Das Phänomen war deutlich zu beobachten: Der Abfluss verlagerte sich über den nachträglich angelegten Seitenarm, während das ursprüngliche Flussbett in diesem Bereich trockenfiel. Die SGD Nord nimmt dazu wie folgt Stellung: Damit liegt nun eine klare Einordnung der Behörde vor. Das Trockenfallen des ursprünglichen Hauptarms war demnach nicht Ziel der Maßnahme. Gleichzeitig bewertet die SGD Nord Veränderungen des Wasserlaufs infolge von Geschiebeumlagerungen grundsätzlich als erwünschte natürliche Dynamik. Das ist eine wichtige Aussage – wirft allerdings auch weitere Fragen auf. Denn zwischen der allgemeinen Feststellung, dass ein Gewässer sich dynamisch entwickeln soll, und dem konkret beobachteten vollständigen Trockenfallen eines ursprünglichen Flussarms liegt ein Unterschied. Aber lassen wir die Antwort mal so stehen.

Zitat: „Das Trockenfallen des Hauptarms war bei der Planung und Umsetzung der Renaturierungsmaßnahme keine Maßgabe. Grundlage der Planung war, dem Gewässer durch strukturelle Maßnahmen Anreize für die Eigenentwicklung zu geben und diese zu fördern und zu stärken. Bei Hochwasserabflüssen kommt es regelmäßig zu Geschiebeumlagerungen in der Gewässersohle, die wiederum zu Änderungen des Wasserlaufs führen können. Dies ist aus fachlicher Sicht ausdrücklich so gewollt und stellt keinen Mangel dar, sondern ist ein Indiz für ein naturnahes, dynamisches Gewässer.“