Es tut sich was hinter der VG-Verwaltung. Und zwar so richtig. Wer derzeit an der Bahnhofstraße vorbeikommt, braucht eigentlich keinen Bauzeitenplan: Das Gerüst steht, auf dem Dach wird gearbeitet und an der Fassade herrscht reger Betrieb. Das Hinterhaus der Verbandsgemeinde Kirner Land scheint sich auf seine nächste Lebensphase vorzubereiten. Denn das alte Gemäuer soll künftig nicht einfach nur hübscher aussehen. Es bekommt eine neue Aufgabe: Die Verbandsgemeindewerke sollen dort ihren dauerhaften Platz finden. Man könnte also sagen: Das Hinterhaus zieht nicht um – es bekommt neue Bewohner. Damit kommt Bewegung in eine Geschichte, die bereits einige Wendungen erlebt hat. Ursprünglich sollten die Werke im Rathaus untergebracht werden. Das erwies sich allerdings baulich als keine besonders günstige Lösung. Also wurde weitergedacht – und das Hinterhaus rückte in den Mittelpunkt. Jetzt wird dort erst einmal ordentlich Hand angelegt. Dach, Fassade, Gerüst – kurz gesagt: Das Gebäude bekommt eine umfassende Verjüngungskur.
Wobei „Kur“ vielleicht etwas untertrieben ist. Schließlich soll es anschließend nicht nur wieder gut aussehen, sondern auch als moderner und funktionaler Arbeitsplatz für die Mitarbeiter der VG-Werke dienen. Besonders interessant: Ursprünglich sollte das denkmalgeschützte Gebäude ein neues Pultdach samt Photovoltaikanlage erhalten. Eine schöne Idee – wenn da nicht die Statik gewesen wäre. Die sagte offenbar sinngemäß: „Solarstrom gerne, aber bitte nicht auf meine Kosten.“ Die geplante Dachlösung musste deshalb geändert werden. Nun läuft die Sanierung nach Jahren der Stagnation sichtbar auf Hochtouren. Während draußen die Handwerker für die sichtbaren Veränderungen sorgen, dürfte drinnen bereits die Frage beschäftigen, wie aus dem bisherigen Hinterhaus ein moderner Verwaltungsstandort wird. Bis dahin gilt: Das Gerüst steht, das Dach wird gemacht und die Fassade bekommt Aufmerksamkeit. Irgendwann ziehen dann die Werke ein. Das Hinterhaus ist damit auf dem Weg in sein zweites Verwaltungsleben.



