Cowboy gegen Förster – die Comics für den Wahlkampf 2027 sind schon gezeichnet

Frisch gekürter „Förster des Jahres“, Kenner nahezu jedes Waldwegs und Freund klarer Worte: Tobias Helfenstein würde den Hochsitz gern gegen das Rathaus tauschen. Der Kerle bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Kirner Land. Und damit ihn niemand mit seinem berühmten Kollegen aus dem Sherwood Forest verwechselt, nennt er sich augenzwinkernd „Tobin Hood aus dem Kirner Forrest“. Der Unterschied zum Original? Tobin Hood würde niemandem etwas wegnehmen – außer vielleicht der Politik den Staub, der sich in den vergangenen Jahren hartnäckig auf ihr festgesetzt haben könnte. Pfeil und Bogen dürften jedenfalls im Wald bleiben. Im Rathaus würden vermutlich Verstand, Ausdauer und eine gute Portion Humor völlig ausreichen.

Natürlich stellt sich die entscheidende Frage: Kann ein Förster Bürgermeister? Warum eigentlich nicht? Förster lernen, langfristig zu denken, Sturmschäden zu beseitigen, unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen und auch dann den Überblick zu behalten, wenn es im Wald einmal unübersichtlich wird. Eigenschaften, die auch in einem Rathaus durchaus hilfreich sein könnten. Mit Comicfiguren hat das Kirner Land schließlich bereits politische Erfahrungen gesammelt. Vor einigen Jahren ritt „Lucky TJ“ mit dem Versprechen „Frischer Schwung – Thomas Jung“ ins Bürgermeisteramt. Der angekündigte Galopp erwies sich aus Sicht mancher Beobachter allerdings eher als gemütlicher Trab. Der Colt hatte gelegentlich Ladehemmung, und vom versprochenen Schwung war nicht überall gleich viel zu spüren. Der Wilde Westen fühlte sich am Ende dann doch erstaunlich oft nach klassischer Amtsstube an.

Vielleicht ist die Zeit des Cowboys deshalb vorbei? Vielleicht würde dem Kirner Land heute eher ein Förster guttun. Einer, der weiß, dass ein Wald nicht dadurch gesund bleibt, dass man ständig neue Schilder aufstellt, sondern indem man ihn pflegt, Schäden beseitigt und mit einem Blick für die kommenden Jahrzehnte handelt. Denn wer einen Wald bewirtschaftet, weiß: Nicht alles lässt sich sofort lösen. Manche Dinge brauchen Geduld. Andere verlangen konsequentes Eingreifen. Und manchmal muss man auch einen Weg einschlagen, den vor einem noch niemand gegangen ist. In den kommenden Monaten wird „Tobin Hood“ Gelegenheit haben zu erzählen, was ihn antreibt, welche Ideen er für das Kirner Land mitbringt und warum Veränderungen manchmal genau dort beginnen, wo andere den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Mal mit einem Augenzwinkern, mal ernst – aber hoffentlich immer bodenständig, nahbar und mit viel Herz für die Region. Ob der Förster am Ende tatsächlich ins Rathaus einzieht, entscheiden selbstverständlich die Wählerinnen und Wähler. Bis dahin bleibt „Tobin Hood“ erst einmal auf Streife – allerdings nicht im Sherwood Forest, sondern im Kirner Wald.

One thought on “Cowboy gegen Förster – die Comics für den Wahlkampf 2027 sind schon gezeichnet

  1. Wer auch immer am Ende gewinnt, die zweite Reihe muss weg wenn sich was ändern soll. Die bekannten Silberrücken die denken immer nur im Interesse der VG zu handeln, am Ende aber immer ihren eigenen Vorteil als Priorität haben müssen gegen frischen und vorallem jungem Wind ausgetauscht werden! Dann ändert sich was. Radikaler Umbruch, alte Zöpfe abschneiden!

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