Während in Hennweiler der Ausbau von Solarflächen inzwischen für massive Diskussionen und Proteste sorgt, ist die Entwicklung in Hochstetten-Dhaun längst Realität. Hier wurde die Energiewende bereits vor Jahren umgesetzt – und zwar weitgehend ohne großes Aufsehen. Die Solaranlagen auf den Feldern kamen, die Gemeinde ging ihren Weg, und der Betrieb läuft. Was Hennweiler heute noch beschäftigt, hat Hochstetten-Dhaun bereits hinter sich: Mehr als 20 Hektar Solarfläche liefern Strom und machen die Gemeinde zur Vorzeigegemeinde im Kirner Land. Erst als andernorts die Dimensionen sichtbar wurden, erwachten auch die Kritiker – in Hochstetten-Dhaun war der Schritt zur erneuerbaren Energieversorgung da längst gemacht. Doch Hochstetten-Dhaun denkt bereits weiter. Denn wer einmal vorne liegt, bleibt nicht stehen. Der nächste Schritt heißt Batteriespeicher am Waldhof. Der erzeugte Solarstrom soll künftig nicht nur dann genutzt werden können, wenn die Sonne scheint, sondern auch dann, wenn Energie gebraucht wird.
Der Platz für den Speicher ist vorhanden, die grundsätzliche Absicht längst formuliert, die Planungen laufen. Damit könnte die Gemeinde ihre Vorreiterrolle im Kirner Land weiter ausbauen. Dass das Projekt nun Fahrt aufnimmt, dafür setzt sich auch die Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner ein. Auf ihre Initiative trafen sich Vertreter der Ortsgemeinde, des Projektentwicklers, der Investoren und des Netzbetreibers Westnetz in Hochstetten-Dhaun, um technische Fragen zu klären und die nächsten Schritte abzustimmen. Der Batteriespeicher soll nun kurzfristig im Genehmigungsverfahren weiter vorangebracht werden. Und während andere noch über die Energiewende diskutieren, arbeitet Hochstetten-Dhaun bereits am nächsten Kapitel. Die Botschaft ist klar: Hochstetten macht vor – erst Solar, jetzt Speicher. Das Kirner Land kann zuschauen, lernen oder nachziehen.




