Die teuerste Schranke ist vielleicht die, die nie rauf und runter geht

Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung am Gesundheitszentrum Glantal in Meisenheim drängt sich ein durchaus amüsanter Vergleich auf. Dort wurde die alte Schrankenanlage nach zahlreichen Störungen abgebaut und durch ein modernes, schrankenloses Parksystem mit Kennzeichenerkennung ersetzt. Das Parken funktioniert inzwischen digital – ganz ohne Schlagbaum und ohne die bekannten Probleme einer klassischen Schrankenanlage. Und dann wäre da noch das Diakonie-Krankenhaus in Kirn. Dort steht seit Jahren eine komplette Parkschranke mit Ein- und Ausfahrt sowie Kassenhäuschen – allerdings eher als eine Art Dauerausstellung. Die Technik wurde zwar installiert, aber nach allem, was bekannt ist, offenbar nie in Betrieb genommen. Ein echtes Denkmal der Parkinfrastruktur, das geduldig auf seinen ersten Einsatz wartet. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, der damalige Auftrag habe gelautet: „Baut die Anlage erst einmal auf – ob sie jemals gebraucht wird, sehen wir später.“ Eine Schranke also, die zwar ihren Platz gefunden hat, aber bis heute auf ihren großen Moment wartet. Während Meisenheim den Schritt in die digitale, schrankenlose Zukunft geht, verharrt Kirns Schranke weiter im Wartezustand. Vielleicht kommt ihr großer Auftritt ja irgendwann doch noch. Gebraucht wird sie zwar offenbar nicht – aber wenn sie nun einmal da ist, darf sie ihre Hoffnung auf den ersten Einsatz behalten.

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