Mit einem MP Schweitzer stirbt das Krankenhaus Kirn – es lebe die Regioklinik! Die große Mogelpackung der SPD?

Schon mitbekommen? Ministerpräsident Alexander Schweitzer sprach bei einem Wahlkampfauftritt vor über 200 Menschen in Merxheim bewusst vom „Krankenhaus Kirn“, als würde es tatsächlich vollständig erhalten bleiben, und setzte damit quasi schon ein großes Versprechen. Wörtlich schreibt der Öffentliche Anzeiger:„So sagte Schweitzer zum Krankenhaus Kirn, dass dieses erhalten werde und künftig aus dem Landeshaushalt jede Investition fließen, um den Träger nicht allein zu lassen.“ Wow – ein Versprechen, das im krassen Gegensatz zum Verhalten seiner SPD in den vergangenen Jahren steht, erklären die BI-Vertreter, nachdem sie auf diesen Satz angesprochen wurden.

Dann bringt Schweitzer nebenbei die Regioklinik ins Spiel – clever getarnt, denn plötzlich klingt alles modernisiert und zukunftsfähig, doch die Realität ist subtil anders und hat mit Krankenhaus nichts mehr gemein: Keine 24/7-Notfallversorgung, reduzierte Bettenzahlen, nur tagsüber offen, Notfälle höchstens per Telemedizin – kurz: ein völlig abgespecktes Gesundheitszentrum statt eines echten Krankenhauses. Aber: Wer sich von der offenbar geschickt platzierten Formulierung „Krankenhaus bleibt“ täuschen lässt, übersieht, dass dies genau das ist, was viele Kritiker als „schleichenden Tod“ bezeichnen.

Für die Bürgerinitiative Kirner Krankenhaus ist eine solche SPD-Regioklinik keine Option, weil die Region echte, wohnortnahe Krankenhausversorgung braucht, keine Etikettenschwindel-Variante. Schweitzers Zusage mag auf den ersten Blick groß und beruhigend klingen, ihm Applaus einbringen und seinen Verbündeten, wie Denis Alt, Schützenhilfe garantieren – doch hinter dem Begriff „Regioklinik“ verbirgt sich eine drastische Einschränkung, die Patienten im Alltag spüren werden. Und das will keiner. Schon gar nicht das Kirner Land. Im Umkehrschluss bedeutet das zugespitz und provokativ formuliert: Mit der SPD an der Spitze stirbt das Kirner Krankenhaus in seiner jetzigen Form, und es kommt, wenn überhaupt, nur eine XXL-Light-Version. Die Wähler sollten gründlich abwägen. Und die Variante befürchtete auch schon der leitende Oberarzt Rudolf Benz zuletzt indem er sagte: „Alle neuen Regelungen, die jetzt auf dem Tisch liegen, sind für meine Begriffe nur Übergangsphasen, bis der Laden zugemacht wird.“

3 thoughts on “Mit einem MP Schweitzer stirbt das Krankenhaus Kirn – es lebe die Regioklinik! Die große Mogelpackung der SPD?

  1. Wissen Sie, was wir um das Kirner Krankenhaus und die ärztlichen Versorgung noch glauben sollen.
    Jede Tag treibt ein Politiker eine andre S…durch unsere Gegend, von Ärztehaus; Rettungswacht,
    bis zur Regieklinik und das Idar-Obersteiner Krankenhaus gemäß dem Motto. Sie wissen nicht mehr
    was sie ihrem Wähler an Un-Sinn noch anbieten können. Sie haben vielerorts im Sinne Karl Poppers vom Baum der Erkenntnis gegessen, aber Vieles schon wieder herausgeko….

  2. Nachdem vor Jahren bekannt wurde, daß das vorgesehene MRT-Gerät nun doch nicht
    installiert würde, war schon klar, wohin die Reise gehen würde. Trotz profitabler Wir-
    belsäulenchirurgie wurde diese geschlossen, bzw. drastisch reduziert. Was nützt mich der
    Besuch eines Artztes, der einmal wöchentlich in Kirn Sprechstunde hat, wenn ich akute
    Schmerzen habe. Ich denke,daß nach der Wahl die Karten auf dem Tisch liegen werden.
    Zur Landesregierung ist m.E. eine Abwahl unabdingbar. Es wurden in den letzten Dekaden
    zu viele Fehler gemacht. Man erinnere sich an die Skandale um den Nürburgring und
    den Verkauf des Flughafens Hahn an chinesiche Investoren (gehts noch???) und viele
    andere negative Ereignisse.
    Der Westen unseres Bundeslandes scheint in Mainz nicht zu existieren. Schaut man sich
    den Zustand von Straßen, Brücken etc an, kann man den Reparaturstau nur erahnen.
    Es bleibt nur zu hoffen, daß es eine neue Regierung geben wird, die nicht länger zusieht,
    wie Krankenhäuser wie die Fliegen sterben, und wie in der Vergangenheit, Probleme
    einfach nur weggrinst.

  3. Ich schließe mich dem Kommentar von Fred Theiss vollumfänglich an. Der Schlafmichel muss endlich aufwachen und der arroganten und bürgerverachtenden Politikerkaste die rote Karte zeigen. Wir brauchen in Rheinland-Pfalz eine neue Regierung.

Comments are closed.