Wie in einem Spionagefilm: Hackerangriff auf die kirner-land-nachrichten

Es gibt Dinge, die passieren im Kirner Land nicht alle Tage. Ein Hackerangriff zum Beispiel. Unter der Woche sahen sich die Kirner-Land-Nachrichten offenbar einem solchen Angriff ausgesetzt. Laut Provider wurde die Internetseite sekündlich mehr als 100 Mal aufgerufen. Aus Hawaii, Singapur, den USA und noch so einigen Ländern irgendwo in Asien. Eine internationale Leser-Offensive also, ohne die Russen. Die, die immer mitmischen, waren nicht dabei. Ob die plötzlich entdeckte weltweite Begeisterung für das Kirner Land allerdings ausschließlich redaktionelle Gründe hatte, darf bezweifelt werden. Denn so viel Aufmerksamkeit bekommt man selbst mit den besten Nachrichten aus der Region normalerweise nicht. Die Folge: Die Seite wurde regelrecht in die Zange genommen. Das Laden dauerte länger und länger, irgendwann war dann sogar ganz Schluss. Zwischenzeitlich verabschiedete sich die Webseite komplett. Digitaler Feierabend, sozusagen. Inzwischen greifen erste Schutzmaßnahmen. Betreiber und Provider haben nachgebessert und versuchen, die ungewöhnliche Besucherlawine abzuwehren.

Bis sich die Webseite wieder vollständig beruhigt hat und die Seitenladezeit wieder zuverlässig unter einer Sekunde liegt, kann es allerdings noch etwas dauern. Bleibt die spannende Frage: Wer steckt dahinter? Eine regionale Initiative scheint zunächst ausgeschlossen. Wer würde schließlich schon aus dem Kirner Land heraus einen Angriff starten, der über Hawaii, Singapur und die USA läuft? Andererseits sollte man die Möglichkeiten der hiesigen Größen vielleicht nicht unterschätzen. Denn bekanntlich reichen manche Arme der regionalen Machtzentren erstaunlich weit. Bis nach Asien? Nun, wir wollen ja niemandem etwas unterstellen. Aber falls demnächst auch noch aus Honolulu jemand wissen möchte, wie es um den Ausbau der Kirner Innenstadt steht, sollten wir vielleicht doch etwas genauer hinschauen. Und bis dahin gilt: Die Kirner-Land-Nachrichten sind wieder da. Etwas langsamer als gewohnt – aber immerhin. Der digitale Angriff ist abgewehrt. Das Kirner Land bleibt online. Und Hawaii liest offenbar mit.