Die Nahe ist weg. Also fast. Was normalerweise ein stattlicher Fluss ist, gleicht derzeit eher einem Rinnsal (Foto Stefan Knipf). Besonders dramatisch wirkt die Situation an der „Isle of Äbsch“ in Hochstädten. Dort nimmt die Nahe eine Abzweigung rund um die kleine Insel. Normalerweise dürfte das kaum auffallen. Doch die anhaltende Trockenheit sorgt dafür, dass im eigentlichen Flussbett inzwischen kaum noch Wasser fließt. Stattdessen schlängelt sich die Nahe durch den Seitenarm und mündet erst wenige hundert Meter später wieder in ihr ursprüngliches Bett. Der erste Blick ist deshalb durchaus irritierend: Wo sonst Wasser fließt, liegt plötzlich ein weitgehend trockenes Flussbett. Es sieht fast so aus, als wäre die Nahe einfach verschwunden. Ist sie aber nicht. Sie hat nur – mangels Wasser – gerade einen anderen Weg genommen. Der trockengefallene Abschnitt wirkt trotzdem beinahe apokalyptisch. Ein Flussbett ohne Fluss: Wo sonst Wasser durch die Landschaft zieht, bleiben Sand, Geröll und trockene Flächen zurück. Ein ungewohnter und durchaus beunruhigender Anblick. Die Nahe ist also noch da. Aber viel fehlt derzeit nicht mehr, und man könnte meinen, sie hätte sich aus Hochstädten verabschiedet.
Die Nahe ist weg! Also fast.




