Die Nahe ist weg! Also fast.

Die Nahe ist weg. Also fast. Was normalerweise ein stattlicher Fluss ist, gleicht derzeit eher einem Rinnsal (Foto Stefan Knipf). Besonders dramatisch wirkt die Situation an der „Isle of Äbsch“ in Hochstädten. Dort nimmt die Nahe eine Abzweigung rund um die kleine Insel. Normalerweise dürfte das kaum auffallen. Doch die anhaltende Trockenheit sorgt dafür, dass im eigentlichen Flussbett inzwischen kaum noch Wasser fließt. Stattdessen schlängelt sich die Nahe durch den Seitenarm und mündet erst wenige hundert Meter später wieder in ihr ursprüngliches Bett. Der erste Blick ist deshalb durchaus irritierend: Wo sonst Wasser fließt, liegt plötzlich ein weitgehend trockenes Flussbett. Es sieht fast so aus, als wäre die Nahe einfach verschwunden. Ist sie aber nicht. Sie hat nur – mangels Wasser – gerade einen anderen Weg genommen. Der trockengefallene Abschnitt wirkt trotzdem beinahe apokalyptisch. Ein Flussbett ohne Fluss: Wo sonst Wasser durch die Landschaft zieht, bleiben Sand, Geröll und trockene Flächen zurück. Ein ungewohnter und durchaus beunruhigender Anblick. Die Nahe ist also noch da. Aber viel fehlt derzeit nicht mehr, und man könnte meinen, sie hätte sich aus Hochstädten verabschiedet.

One thought on “Die Nahe ist weg! Also fast.

  1. Tja, warum ist sie (fast) weg?
    Warum hat der Rhein so wenig Wasser, so daß die Güterschiffe keine Waren mehr befördern können und die Firmen ihre Produktion drosseln müssen, sie kein Benzin und Diesel mehr transportieren können, was – unter andeerem – die Preise treibt?
    Warum fehlt der Regen, was die Ernten der Bauern schmälert, sie not-Ernten durchführen lässt, um wenigstens noch etwas zu ernten? Mit der Folge dass die Nahrungsmittel knapper und damit teurer werden.
    Hat jemand was von Klimawandel gesagt?
    Die Wissenschaft zeigt uns auf, dass wir weiter solche Hitzewelllen bekommen, aber zunehmend mehr und immer länger dauernd.
    Was tun wir? Wehren uns nach dem St. Florians-Prinzip (die anderen sollen machen, nicht bei uns) gegen Photovoltaik und Windkraft.
    Im regionalen Bereich könnten wir schon längst beei den Themen Klimawandel und auch Klimaanpassung aktiv sein.
    Aber wir handeln wie die aktuelle Bundesregierung – verpflichten uns weiter für viele Jahre der Abnahme fossiler Energien – was Strom, Heizen und Mobilität zunehmend teurer macht.
    Und die erneuerbaren Energien, die langfristig günstigen Strom, Wärme und Kälte sowie Mobilität bringen, werden geschoben.

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