„Rücksicht nehmen, Vorsicht Schulanfänger“ – der Slogan ist wieder überall dort zu lesen, wo gerade für die Jüngsten im Straßenverkehr besondere Aufmerksamkeit gefragt ist. Auch im Kirner Land. Die CDU hat ihre Plakataktion aus dem vergangenen Jahr erneut aufgegriffen und wirbt damit für mehr Vorsicht gegenüber den schwächsten Verkehrsteilnehmern: den Kindern. Besonders engagiert zeigt sich dabei der CDU-Ortsverband Hochstetten-Dhaun. An neuralgischen Punkten in Kirn und Hochstetten-Dhaun hängen die Plakate und erinnern Autofahrer daran, dass auf dem Weg zur Schule und zurück eben nicht alles planbar ist. Das Engagement der Mitstreiter um Marcus Kirschner und Eike Füllmann (Foto) ist zweifellos begrüßenswert. Und wenn schon eine solche Aktion läuft, darf natürlich auch ein entsprechendes Pressefoto mit Plakat im Hintergrund nicht fehlen. Doch genau hier endet die Wirkung eines visuellen Hinweises. Der kann aufmerksam machen, mahnen und sensibilisieren. Mehr aber auch nicht. Entscheidend ist letztlich, was hinter dem Lenkrad passiert. Denn wer für mehr Rücksicht auf Kinder wirbt, muss diese Rücksicht auch dort zeigen, wo kein Plakat am Straßenrand hängt. Nicht nur an den bekannten Gefahrenstellen, nicht nur während einer politischen Aktion und schon gar nicht nur dann, wenn eine Kamera dabei ist. Die Botschaft ist richtig. Und sie ist wichtig. Viele Autofahrer werden durch solche Aktionen sicherlich sensibilisiert – die meisten jedenfalls. Aber gerade weil Kinder nicht immer vorhersehbar handeln, muss Vorsicht zur Selbstverständlichkeit werden.
Vorsicht Schulanfänger – und bitte nicht nur auf dem Plakat




