Geheimplan aufgedeckt: Kirner Bier künftig auch im Steinbruch gelagert

Lange wurde gerätselt, wofür die neuen Riesensilos im Steinbruch eigentlich gebaut werden. Offiziell ist von Schotter, Splitt und Gesteinskörnungen die Rede. Eine durchaus glaubwürdige Erklärung – wäre da nicht dieses Foto, das den kirner-land-nachrichten jetzt zugespielt wurde. Denn damit ist das Geheimnis geplatzt. Die Kirner Privatbrauerei und der Steinbruch gehen künftig offenbar gemeinsame Wege. Zumindest eines der nagelneuen Silos soll als strategischer Biertank dienen. Was bislang nur hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wurde, scheint nun Gewissheit zu sein. Die Idee liegt schließlich näher, als man zunächst vermuten würde. Gerade jetzt, wo die Temperaturen regelmäßig an der 30-Grad-Marke kratzen, stößt die Brauerei mit ihren Lagermöglichkeiten immer wieder an ihre Grenzen. Grillabende, Biergärten, Kirmessen und Vereinsfeste sorgen dafür, dass das Kirner Pils fließt wie… nun ja… Schotter im Steinbruch.

Warum also teure neue Tanks bauen, wenn rund ein Kilometer Meter entfernt ohnehin riesige Silos entstehen? Das spart Material, Genehmigungen und Bauzeit. Gleichzeitig wäre es ein Paradebeispiel für regionale Zusammenarbeit: Der Steinbruch liefert den Platz, die Brauerei den Inhalt – eine Win-win-Situation mit Hopfen und Malz. Den entscheidenden Hinweis lieferte nun ausgerechnet die Fassade. Aufmerksame Beobachter entdeckten über Nacht auf einem der Silos ein überdimensionales Kirner-Pils-Etikett. Zufall? Wohl kaum. Solche Etiketten kleben sich bekanntlich nicht von allein auf Beton und Stahl. Und Hand aufs Herz: Das Silo macht damit auch optisch deutlich mehr her. Wo bislang nüchterne Industriearchitektur dominierte, sorgt jetzt wenigstens ein vertrautes Kirner Etikett für ein wenig Heimatgefühl. Das Auge trinkt schließlich mit.

Nach Informationen aus gewöhnlich gut informierten Zapfkreisen wird derzeit allerdings noch über die Befüllung diskutiert. Die Traditionalisten bestehen selbstverständlich auf dem klassischen Kirner Pils. Andere plädieren für das natürtrübe Landbier, weil es derzeit besonders gefragt sei. Wieder andere wünschen sich Weizenbier, Colamix oder Weizenradler für die heißen Sommertage. Angeblich soll sogar über eine mehrstöckige Innenaufteilung nachgedacht worden sein – jedes Stockwerk eine andere Sorte. Technisch anspruchsvoll, aber durchaus charmant. Sollte sich das Modell bewähren, wäre der Fantasie kaum noch Grenzen gesetzt. Weitere Silos könnten folgen und als strategische Bierreserve dienen. Das Kirner Land wäre selbst für rekordverdächtige Hitzewellen bestens gerüstet. Und der Steinbruch würde endgültig vom Schotterlieferanten zum wohl größten Bierkeller zwischen Nahe und Hunsrück aufsteigen. Bis dahin bleibt es allerdings bei der offiziellen Sprachregelung: In den neuen Silos wird selbstverständlich ausschließlich Schotter gelagert. Oder eben flüssiger Schotter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert