Kirn-Sulzbach fragt nach: Was wurde aus den Flutspenden?

Ein Leser aus Kirn-Sulzbach hat sich mit einer Frage an uns gewandt, die zweieinhalb Jahre nach der Hochwasserkatastrophe vom Mai 2024 durchaus nachvollziehbar ist: Was ist final aus den Spenden geworden, die damals für die vom Hochwasser betroffenen Menschen und den Stadtteil gesammelt wurden? Die Hilfsbereitschaft nach der Katastrophe war groß. Vereine veranstalteten Benefizaktionen, Privatleute und Unternehmen sammelten Geld, es wurden Spendenaufrufe veröffentlicht und Spendenkonten eingerichtet. Auch die Soonwaldstiftung engagierte sich gemeinsam mit vielen Bürgern, Vereinen und der Verbandsgemeindeverwaltung für die betroffenen Orte. Dass mit den Spenden konkrete Hilfe geleistet wurde, zeigen die inzwischen von der Soonwaldstiftung genannten Zahlen: In Kirn-Sulzbach, Meckenbach, Heimweiler und Bärenbach wurden Hilfsmaßnahmen initiiert. Fünf betroffene Unternehmen erhielten Unterstützung, fast 150 Trocknungsgeräte wurden verteilt und insgesamt 70 Familien unterstützt.

Interessant wäre ergänzend, etwas mehr über die einzelnen Maßnahmen zu erfahren. Wie und in welchem Umfang wurde unterstützt? Was geschah beispielsweise mit den Trocknungsgeräten, nachdem sie nicht mehr benötigt wurden? Auch verschiedene öffentliche Plätze in Kirn-Sulzbach wurden gemeinsam mit der Landschaftsarchitektin Heike Boomgaarden betrachtet. Hier stellt sich die Frage, welche Überlegungen daraus entstanden und ob inzwischen konkrete Projekte umgesetzt wurden. Bereits im Februar hatte die Soonwaldstiftung mitgeteilt, dass weiterhin einzelne Familien unterstützt würden und die Spendenaktion deshalb noch nicht abgeschlossen sei. Zugleich war eine detaillierte Aufschlüsselung angekündigt worden, aus der hervorgehen sollte, was mit den Spendengeldern bewirkt wurde und ob noch Mittel vorhanden sind. Auch die von der Bürkle-Stiftung mit mehr als 100.000 Euro unterstützten Hilfsaktionen sollten darin berücksichtigt werden.

Eine solche Gesamtübersicht wäre zweieinhalb Jahre nach der Flut sicherlich interessant. Dabei geht es nicht darum, die geleistete Hilfe infrage zu stellen. Vielmehr könnte eine solche Bilanz zeigen, wie umfangreich die damalige Unterstützung war, welche Maßnahmen daraus finanziert wurden und ob noch Mittel für weitere Hilfen zur Verfügung stehen. Wie hoch war das gesamte Spendenaufkommen? Welche Beträge wurden für Familien, Unternehmen oder andere Hilfsmaßnahmen eingesetzt? Und gibt es noch einen verbleibenden Betrag? Eine transparente Zusammenstellung wäre für die damaligen Spenderinnen und Spender ebenso interessant wie für die Menschen in Kirn-Sulzbach. Schließlich war die Hilfsbereitschaft nach der Katastrophe außergewöhnlich groß. Die kirner-land-nachrichten greifen deshalb die Frage unseres Lesers auf und richten eine offizielle Anfrage an die Stadt und die Soonwaldstiftung. Sobald entsprechende Informationen vorliegen, werden wir darüber berichten. Denn auch wenn die Hilfe nach wie vor nicht vollständig abgeschlossen ist, wäre es nach zweieinhalb Jahren schön, einmal einen zusammenfassenden Blick darauf zu werfen, was durch die große Spendenbereitschaft erreicht werden konnte.

One thought on “Kirn-Sulzbach fragt nach: Was wurde aus den Flutspenden?”

  1. Es wurde vom Vorsitzenden Herrn Wurzius eine detaillierte Abrechnung bereits Anfang 2026 angekündigt. Das diese bisher nicht vorliegt läßt doch eher tief blicken. Also wo sind die Spenden hin????

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