Gewerbeschau beim Kunsthandwerker & und Bauernmarkt in Kirn fällt aus

Die Gewerbeschau der Werbegemeinschaft KLAR muss beim diesjährigen Kunsthandwerker- und Bauernmarkt in Kirn entfallen. Der Grund ist ernüchternd: Es haben sich schlicht nicht genügend Unternehmen und Dienstleister gefunden, die sich in diesem Jahr als Aussteller beteiligen wollten. Die Entscheidung wurde bei der gestrigen Mitgliederversammlung von KLAR getroffen. In den Hochzeiten gehörte das große Ausstellungszelt einschließlich des verkaufsoffenen Sonntags fest zum Kirner Kunsthandwerker- und Bauernmarkt. Das ist lange vorbei. Handwerksbetriebe, Dienstleister und Unternehmen aus der Region nutzten noch im Vorjahr die Gelegenheit ihre Leistungen mitten in der Stadt zu präsentieren, mit Besuchern ins Gespräch zu kommen und auf ihre Angebote aufmerksam zu machen. Trotz entsprechender Bemühungen konnten heuer keine Aussteller gewonnen werden. Viele Betriebe haben volle Auftragsbücher, kämpfen mit Personalmangel oder sehen sich nicht in der Lage, ihre ohnehin knappen personellen und zeitlichen Ressourcen für einen Messeauftritt einzusetzen. Andere Unternehmen erkennen derzeit offenbar keinen ausreichenden Nutzen darin, sich mit einem eigenen Stand in der Stadt zu präsentieren. „Dass wir die Gewerbeschau absagen müssen, ist sehr schade. Gerade weil sie über viele Jahre ein fester Bestandteil des Marktes war“, heißt es vonseiten der Veranstalter.

Man habe sich die Entwicklung anders gewünscht, müsse der aktuellen Situation aber Rechnung tragen. Eine Gewerbeschau könne letztlich nur funktionieren, wenn die Unternehmen selbst die Chance darin sehen und sich entsprechend beteiligen. Genau diese Bereitschaft habe zuletzt gefehlt. Für den Kunsthandwerker- und Bauernmarkt bedeutet der Ausfall einen spürbaren Verlust. Die Gewerbeschau war mehr als eine Ansammlung von Verkaufs- und Informationsständen. Sie stellte eine Verbindung zwischen regionalem Handwerk, Gewerbe, Unternehmen und den Besuchern her und gab heimischen Betrieben die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Der Kunsthandwerker- und Bauernmarkt selbst findet jedoch wie geplant am 11. Oktober statt. Kunsthandwerk, regionale Produkte und das übrige Marktgeschehen stehen weiterhin im Mittelpunkt. Auch der verkaufsoffene Sonntag soll wie vorgesehen stattfinden. Die Absage der Gewerbeschau verstehen die Verantwortlichen nicht als endgültiges Aus. Vielmehr stellt sich nun die Frage, wie ein solches Angebot künftig wieder attraktiver für die heimischen Unternehmen gestaltet werden kann. Denn eines bleibt unverändert: Eine lebendige Gewerbeschau braucht vor allem Unternehmen, die ihre Teilnahme als Chance begreifen, sich zu zeigen, Kontakte zu knüpfen und auf ihre Leistungen aufmerksam zu machen.

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