Wasser marsch – aber wohin fließt das Geld? Anfrage von Dr. Friedrich Rohwer an die VG Kirner Land

Es gibt Fragen, die klingen zunächst so langweilig, dass man freiwillig den Keller aufräumt. Und dann gibt es Fragen, die plötzlich ziemlich interessant werden, sobald sie mit dem eigenen Geld zu tun haben. Eine davon lautet: Wo kommt eigentlich das Geld für Wasser und Abwasser her – und wo geht es anschließend hin? Genau das möchte Dr. Friedrich Rohwer von der Verbandsgemeinde Kirner Land wissen. Dafür hat er sich auf das Landestransparenzgesetz berufen und bereits am 10. Juli 2026 eine entsprechende Anfrage gestellt. Die Fragen müssen beantwortet werden und sind eigentlich erstaunlich einfach: Wie viel Geld nimmt die Verbandsgemeinde über Gebühren ein, wie viel über Beiträge und welchen Kosten stehen diese Einnahmen gegenüber? Unterschieden werden sollen Trinkwasser, Schmutzwasser und Niederschlagswasser – und zwar für die Jahre 2023 bis 2025. Also gewissermaßen: Geld rein, Geld raus und bitte dazuschreiben, warum.

Gebühren werden vereinfacht gesagt für die Inanspruchnahme einer öffentlichen Einrichtung erhoben. Beiträge wiederum sollen einen besonderen Vorteil ausgleichen, den ein Grundstück erhält. Das sind rechtlich zwei verschiedene Dinge. Deshalb möchte Dr. Rohwer auch wissen, wann die jeweiligen beitragsbegründenden Vorteile für Grundstückseigentümer entstanden sind und wann die entsprechenden Beiträge festgesetzt wurden. Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, der Verbandsgemeinde schon vorher einen Fehler zu unterstellen. Vielleicht ist die Kalkulation völlig korrekt. Vielleicht funktioniert sie auch ganz anders, als man vermutet. Dann wäre es umso interessanter zu erfahren, wie genau. Die Antwort hätte eigentlich innerhalb eines Monats erfolgen sollen. Da diese Frist inzwischen verstrichen ist, wurde die Anfrage erneut gestellt und eine Antwort bis zum 27. August erbeten. Nun bleibt also die spannende Frage: Wo führt die Reise des Wasser-Euros hin? Wir sind jedenfalls gespannt auf die Antwort aus dem Kreiselhaus – und darauf, ob am Ende nur Wasser fließt oder auch etwas Licht ins Dunkel kommt.

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