Über viele Jahrzehnte war Klaus Mittnacht mit Kamera und Notizblock auf den Sportplätzen im Kirner Land unterwegs. Zunächst berichtete er für die Kirner Zeitung, später für den Öffentlichen Anzeiger. Mit seinen Artikeln, Fotos und der Beilage „Kirner Sportschau“ dokumentierte er Woche für Woche das sportliche Geschehen der Region. Doch seine Verbundenheit zum Sport beschränkte sich nicht auf die Berichterstattung. Als Jugendleiter und Trainer beim VfR 07 Kirn engagierte er sich über viele Jahre für den Nachwuchs und begleitete zahlreiche junge Fußballer auf ihrem sportlichen Weg. Viele Menschen im Kirner Land kannten ihn deshalb nicht nur als Sportjournalisten, sondern auch als engagierten Wegbegleiter und Förderer.
Heute wurde Klaus Mittnacht unter großer Anteilnahme früherer Weggefährten beigesetzt. Das Kirner Land verliert damit einen Mann, der den Sport nicht nur beobachtet und beschrieben, sondern ihn über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt hat. Er hat Spuren hinterlassen – in Zeitungsarchiven ebenso wie in den Erinnerungen vieler Sportler, Trainer und Vereine. Umso bedauerlicher ist es, dass nach seinem Tod eine öffentliche Würdigung weitgehend ausblieb. Gerade für Menschen, die über Jahrzehnte das sportliche Leben einer Region begleitet und dokumentiert haben, sind solche Zeichen des Erinnerns von besonderer Bedeutung. Natürlich besteht weder für eine Zeitung noch für einen Verein die Verpflichtung, einen Nachruf zu veröffentlichen oder eine öffentliche Stellungnahme abzugeben. Dennoch wäre ein kurzer Rückblick auf das Wirken von Klaus Mittnacht für viele Menschen im Kirner Land ein angemessenes Zeichen der Wertschätzung gewesen.
Auch beim VfR 07 Kirn, dem Klaus Mittnacht als Jugendleiter und Trainer über viele Jahre eng verbunden war, hätten sich viele seiner Weggefährten ein sichtbares Zeichen des Gedenkens gewünscht. Sein Engagement für den Nachwuchs, seine Verbundenheit mit dem Verein und die zahlreichen sportlichen Erfolge haben eine ganze Generation von Fußballern geprägt. Es geht dabei nicht um große Worte oder besondere Ehrungen. Oft reichen wenige Zeilen, um Dankbarkeit und Respekt auszudrücken. Gerade deshalb hinterlässt das Ausbleiben einer öffentlichen Würdigung bei vielen Menschen ein Gefühl der Verwunderung. Klaus Mittnacht hätte einen solchen Nachruf nicht gebraucht. Verdient hätte er ihn aber ganz sicher.





Lieber Klaus Mittnacht,
als Du mich 1978 als 14jähriger von Hochstetten zum VFR 07 Kirn geholt hast, konnte ich bei weitem nicht erahnen, was ich dort alles erleben durfte. Die Zeit in der A-Jugend des Vereins, war für mich bis heute das Beste, was mir je passieren konnte. Die Fahrten und Spiele in Frankreich, Holland, Südtirol die Turniere in Offenbach am Main und beim VFL Duisburg waren Erlebnisse mit sportlichen Erfolgen, die ich nie vergessen werde.
Doch das wichtigste dabei, ich habe in dieser Zeit Freunde fürs Leben gefunden,
mit denen ich heute noch eng verbunden bin.
Dafür werde ich Dir immer dankbar sein.
Danke Klaus
Dein Romeo Jelacic