Die Kirner Kerb lebt: Die wichtigste Nachricht – der Festwirt kommt wieder

Der Frühschoppen auf der Kirner Kerb ist bestens angelaufen. Im Biergarten wurde es schon am Vormittag eng. Wer noch einen Sitzplatz ergattern wollte, brauchte entweder gute Kontakte, schnelle Beine oder eine gewisse Leidensfähigkeit. Die Seniorengruppe Reidenbachtal lieferte dazu den passenden Soundtrack. Blasmusik, Sonnenschein und gut gefüllte Biergläser – viel mehr braucht es in Kirn offenbar nicht, um die Welt für ein paar Stunden in Ordnung zu bringen. Auch der Kostümwettbewerb hatte seinen Höhepunkt. Das Männerballett der Kolping sicherte sich den Sieg und bewies eindrucksvoll, dass Eleganz keine Frage des Geschlechts, sondern der Überzeugung ist (Bild: die Jungs mit den Helmen). Das Wetter präsentierte sich von seiner besten Seite. Die Temperaturen waren ideal, die Stimmung ebenfalls. Der Frühschoppen ist traditionell der Zeitpunkt für die erste Zwischenbilanz. Bürgermeister Frank Ensminger brachte sie kurz und prägnant auf den Punkt: „Es war gut.“ Mehr Worte brauchte es eigentlich nicht. Selbst der Schreiber dieser Zeilen kam beim Frühschoppen voll auf seine Kosten – und schaffte den Absprung gerade noch rechtzeitig. Das allein darf durchaus als Beleg für die gute Stimmung gewertet werden.

Auch der neue Festwirt zeigte sich zufrieden und ließ bereits durchblicken, dass er im kommenden Jahr gerne wieder nach Kirn zurückkehren würde. In Zeiten steigender Kosten, ständig neuer Konzepte und schwindender Traditionen darf man das durchaus als sehr gute Nachricht verstehen. Einen kleinen Dämpfer gab es allerdings am Freitagabend. Die angekündigte Light-Show blieb hinter den Erwartungen zurück. Das Licht wollte sich einfach nicht so in Szene setzen, wie es die Technik vorgesehen hatte. Statt spektakulärer Bilder gab es eher ein loses Treffen einiger Lichtstrahlen, die offenbar noch auf der Suche nach ihrer eigentlichen Bestimmung waren. Die Konsequenz: Die Vorführung wird heute nicht wiederholt. Man muss schließlich auch erkennen, wenn etwas nicht funktioniert. Die Kirner Kerb wird das verkraften. Schließlich braucht ein gelungenes Volksfest keine perfekt inszenierte Lichtshow. Ein voller Biergarten, gute Blasmusik und zufriedene Gäste reichen manchmal völlig aus.

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