Sie haben es geschafft. In der Dunkelheit ging es für die fünf ausgedienten Gärtanks auf Spezial-Tiefladern die rund zehn Kilometer von Kirn-Sulzbach nach Simmertal. Ziel war das Gelände der dortigen Kläranlage – genauer gesagt eine Wiese versteckt hinter Heckenwuchs direkt an der Bundesstraße. Der Schwertransport sorgte dabei erwartungsgemäß für kurzzeitige Verkehrsbeeinträchtigungen. Fünf tonnenschwere Gärtanks reisen schließlich nicht gerade im Kleinwagenformat. Nun stehen sie also in Simmertal. Um zu bleiben? Zumindest vorerst. Wegrosten werden die Edelstahltanks wohl nicht. Aber die Frage bleibt: Was macht man jetzt eigentlich mit den fünf XXL-Behältern? Ursprünglich sollten daraus Löschwasserreservoirs für den Wald im Kirner Land werden. Eine durchaus kreative Idee. Nur: So richtig funktioniert hat der Plan bislang nicht. Statt im Wald stehen die Tanks nun auf einer Wiese an der Kläranlage. Immerhin kostenlos. Das ist ein Fortschritt. Denn zuvor kostete das bloße Herumstehen in Kirn-Sulzbach rund 1.800 Euro im Monat. Nach etwa zehn Monaten waren damit rund 18.000 Euro zusammengekommen. Jetzt entfällt die Miete. Dafür mussten die Tanks erst einmal per Schwertransport umziehen. Auch das gibt es bekanntlich nicht zum Nulltarif.
Damit nimmt die Gärtank-Geschichte langsam satirische Züge an: Geschenkt bekommen, abstellen, Miete bezahlen, umziehen, wieder abstellen und anschließend überlegen, was man eigentlich damit macht. Vielleicht findet sich ja noch ein Käufer. Das wäre vermutlich ganz im Sinne der Steuerzahler. Sollte sich dagegen herausstellen, dass die Tanks für den ursprünglich vorgesehenen Zweck nicht geeignet sind, bleibt möglicherweise irgendwann nur noch der Schrottwert. Dann hätte man immerhin etwas gefunden, wofür die fünf Tanks ganz sicher geeignet sind. Wie die Gärtank-Posse ausgeht, bleibt abzuwarten. Fest steht schon jetzt: So wie geplant ist es nicht gelaufen. Und dieser Lapsus dürfte den Verantwortlichen noch lange nachhängen. Doch genug der Häme. Bleibt eigentlich nur noch eine spannende Frage: Was hat der ganze Spaß am Ende wirklich gekostet? Man darf gespannt sein, ob die Öffentlichkeit irgendwann die komplette Abschlussrechnung zu sehen bekommt. Die Gärtanks jedenfalls sind angekommen. Die Rechnung hoffentlich auch.




