Der Meckenbacher Problem-Hang hat verloren. Vorerst.

Zwei Wochen lang herrschte am Hang in Meckenbach Ausnahmezustand – allerdings im besten Sinne. „Was wir hier gebaut haben, ist weit mehr als nur ein Zaun“, erklärt Revierförster Tobias Helfenstein beim Blick auf den Steilhang. „Unser Ziel ist es, den Hang Schritt für Schritt dauerhaft zu stabilisieren und gleichzeitig der Natur die Möglichkeit zu geben, sich wieder selbst zu entwickeln.“ Dafür waren in den vergangenen zwei Wochen insgesamt 47 Freiwillige des Bergwaldprojekts aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich in Meckenbach im Einsatz. Gemeinsam errichteten sie einen rund 250 Meter langen und zwei Meter hohen Schutzzaun sowie drei offene Krainerwände. Der Zaun schützt die sogenannte Ritsch vor Wildverbiss, sodass sich dort wieder eine natürliche Vegetation entwickeln kann. Die Krainerwände stabilisieren den Hang, bremsen den Wasserabfluss und schaffen die Grundlage dafür, dass sich der Boden langfristig wieder festigt.

„Das war alles andere als eine einfache Baustelle“, so Helfenstein. „Der felsige Untergrund, die schweren Eichenstämme und das tonnenschwere Zaunmaterial haben den Helferinnen und Helfern einiges abverlangt.“ Umso beeindruckender sei das Engagement gewesen – sowohl der Freiwilligen als auch vieler Bürgerinnen und Bürger aus dem Ort, die teilweise mehrere Tage tatkräftig mitgeholfen haben.Der erste stärkere Regen zeigte bereits, dass die neuen Bauwerke ihre Aufgabe erfüllen. Ein gutes Zeichen – und eine Bestätigung dafür, dass sich der gemeinsame Einsatz gelohnt hat. Das Interesse war riesig – genauso wie die Hilfsbereitschaft. Und natürlich fehlte auch der tägliche Kuchen aus dem Ort nicht. Irgendwoher musste die Energie schließlich kommen. Bleibt also die Frage: War es das jetzt mit dem Gefahrenpunkt Hang? Die ehrliche Antwort lautet: Nein. Die jetzt umgesetzten Maßnahmen sind ein weiterer wichtiger Baustein. Im kommenden Jahr sollen zwei weitere Krainerwände entstehen. Helfenstein: „Der Hang bleibt eine Daueraufgabe – aber dank des außergewöhnlichen Engagements vieler Menschen sind wir heute ein gutes Stück weiter als noch vor wenigen Monaten.“

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