Bürgerinitiative kündigt Mail-Offensive zur regionalen Gesundheitsversorgung an

Die Bürgerinitiative Kirner Krankenhaus startet eine Mail-Offensive, um auf ihre Position zur regionalen Gesundheitsversorgung aufmerksam zu machen. In den kommenden Tagen werden Gesundheitsminister Clemens Hoch sowie Diakonie-Vorstand Manuel Seidel mehrere E-Mails mit identischem inhaltlichem Schwerpunkt, jedoch aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Perspektiven, zugehen. Ziel ist es, die verschiedenen Sichtweisen zur Sicherung einer wohnortnahen Krankenhausversorgung gebündelt darzustellen. Im Kern enthalten die Schreiben die Forderung nach einer 24/7-Notfall- und Krankenhausversorgung im Sinne eines integrierten Versorgungszentrums (INZ). Zudem wird betont, dass die Bevölkerung geschlossen hinter dem Krankenhaus stehe und eine stabile, wohnortnahe medizinische Versorgung erwarte. Kritisch angesprochen werden dabei insbesondere politische Rahmenbedingungen, der Umgang mit Personalmangel sowie die zukünftige Ausrichtung der regionalen Gesundheitsstruktur.

Sehr geehrter Herr Hoch, lieber Herr Seidel,

danke für Ihre Aufmerksamkeit. Wir werden Ihnen in den kommenden Tagen mehrere Mails zusenden, immer mit der gleichen Botschaft, aber mit unterschiedlichen Personen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Vom Global Player bis zur ehemaligen Küchenhilfe im Kirner Krankenhaus, von der kommunalen Verwaltung bis zum Rentner, von Kindergartenpersonal bis zur Altenpflege. Es bleibt Ihnen freigestellt, ob Sie die Mails ungelesen quittieren, gar nicht wahrnehmen oder ihnen doch Beachtung schenken. Die öffentliche Wahrnehmung ist trotzdem gegeben und wird von uns auch weiter befeuert. Um was es uns geht, ist hinreichend bekannt, wurde von Ihnen bis dato lapidar und mit Worthülsen kommentiert. Die Bevölkerung steht nicht nur hinter dem Krankenhaus, sondern sie fordert eine akzeptable Lösung und Umsetzung einer Gesundheitsversorgung auf Krankenhausniveau – ohne Wenn und Aber! Vorschläge liegen vor.

Argumente wie Personalmangel sind nachvollziehbar, aber bei Blick in Richtung Politik in der Vergangenheit hausgemacht! Und jetzt soll es die Bevölkerung „auslöffeln“…? Dies gilt für politische Entscheider genauso wie für den Träger, der seiner Verantwortung trotz betriebswirtschaftlicher Denkweise bewusst sein muss. Deshalb noch einmal: Wohnort- und arbeitsortnahe Versorgung 24/7 im Sinne eines INZ – Vorteile liegen auf der Hand. Das Haus für den Katastrophenfall stabil halten – Infrastruktur ist gegeben und mit Steuergeldern gefördert. Etablierte Leistungsgruppen stabilisieren, auch im Sinne einer Weiterbehandlung im Hinblick auf die demografische Entwicklung. Also nehmen Sie die Botschaften wahr, ordnen Sie diese ein – es sind nicht nur Posts, sondern Menschen, die dahinter stehen! Und sie verkörpern einen Mittelzentrumbereich mit 20.000 Einwohnern.

Mit freundlichen Grüßen

Ellen & Michael Müller

für die BI Kirner Krankenhaus